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Die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) ist eine beliebte Methode zur Schmerzlinderung, die ohne Medikamente auskommt. Gerade für Einsteiger kann die Anwendung jedoch knifflig sein – falsche Platzierung der Elektroden, zu hohe oder zu niedrige Intensität oder eine unpassende Behandlungsdauer können die Wirksamkeit verringern oder sogar unangenehme Nebenwirkungen verursachen.
Damit dir das nicht passiert, zeigen wir dir die häufigsten Fehler bei der TENS-Anwendung und geben dir praktische Tipps, wie du sie vermeidest.
1. Die häufigsten Fehler bei der TENS-Anwendung
1.1 Falsche Platzierung der Elektroden
Einer der häufigsten Fehler ist die falsche Anordnung der Elektroden. Wenn die Pads nicht korrekt positioniert sind, kann die Stimulation ineffektiv oder unangenehm sein.
✅ So vermeidest du den Fehler:
- Richte dich nach den Anleitungen des Herstellers - bei OrthoMechnaik erhältst du alle Informationen in der App oder zusätzlich in der Anleitung.
- Achte darauf, dass die Elektroden nicht zu nah beieinander oder direkt auf der Wirbelsäule platziert werden.
- Falls du dir unsicher bist, frage einen Physiotherapeuten oder Arzt.
1.2 Zu hohe oder zu niedrige Intensität
Viele Anfänger stellen die Intensität entweder viel zu hoch ein, was unangenehm sein kann, oder zu niedrig, sodass keine spürbare Wirkung erzielt wird.
✅ So findest du die richtige Intensität:
- Die Stimulation sollte spürbar, aber nicht schmerzhaft sein.
- Erhöhe die Intensität langsam, bis du ein angenehmes Kribbeln fühlst.
- Falls du Schmerzen oder ein stechendes Gefühl hast, reduziere die Intensität sofort.
1.3 Zu kurze oder zu lange Anwendungsdauer
Eine zu kurze Anwendung hat oft keine nachhaltige Wirkung, während eine zu lange Stimulation die Haut oder Nerven reizen kann.
✅ So dosierst du richtig:
- Die meisten TENS-Behandlungen dauern zwischen 20 und 40 Minuten.
- Nutze TENS nicht übermäßig oft am Tag – zwei bis drei Sitzungen sind normalerweise ausreichend.
1.4 Ungeeignete Elektroden oder mangelnde Pflege
Alte oder verschmutzte Elektroden können die Stromleitung beeinträchtigen und die Wirkung verringern.
✅ So pflegst du deine Elektroden richtig:
- Reinige deine Haut vor der Anwendung, um Öl oder Schweiß zu entfernen.
- Lagere die Elektroden immer auf der Schutzfolie und ersetze sie bei nachlassender Haftung.
- Verwende hautfreundliche Elektroden, wenn du empfindliche Haut hast.
Hier erfährst du ausführlich, wie du deine Elektroden langlebiger machen kannst.
1.5 Nutzung mit bestimmten Kontraindikationen
Nicht jeder kann TENS bedenkenlos nutzen. Menschen mit Herzschrittmachern, Epilepsie oder Schwangerschaft sollten TENS nur nach Rücksprache mit einem Arzt anwenden.
✅ So schützt du deine Gesundheit:
- Lies vor der ersten Anwendung die Sicherheitshinweise.
- Frage bei Unsicherheiten deinen Arzt.
- Setze die Elektroden niemals in der Nähe des Herzens oder direkt auf offenen Wunden an.
2. TENS richtig nutzen – Schritt für Schritt
Jetzt weißt du, welche Fehler du vermeiden solltest – aber wie nutzt du TENS richtig? Hier eine einfache Anleitung:
1️⃣ Vorbereitung:
- Haut reinigen und trocknen.
- Elektroden an den richtigen Stellen platzieren.
2️⃣ Einstellungen wählen:
- Passendes Programm wählen (Beim OrthoMechanik OrthoTens sind bereits einige Programme vordefiniert, die ideal passen).
- Intensität langsam erhöhen, bis ein angenehmes Kribbeln spürbar ist.
3️⃣ Dauer einhalten:
- Meist zwischen 20 und 40 Minuten anwenden.
- Nicht zu oft am Tag wiederholen.
4️⃣ Nach der Anwendung:
- Elektroden vorsichtig entfernen und reinigen.
- Gerät ausschalten und sicher verstauen.
FAQs – Häufig gestellte Fragen zur TENS-Anwendung
❓ Wie oft sollte man TENS nutzen?
Optimal sind 1–3 Sitzungen pro Tag mit einer Dauer von jeweils 20–40 Minuten.
❓ Wo darf man TENS-Elektroden nicht anbringen?
Nicht auf offene Wunden, direkt auf die Wirbelsäule, das Herz oder den Kopfbereich.
❓ Ist TENS schmerzhaft?
Nein, wenn die Intensität richtig eingestellt ist, fühlt es sich wie ein angenehmes Kribbeln an.
❓ Kann man TENS überdosieren?
Ja, eine zu lange oder zu häufige Anwendung kann die Haut reizen oder zu einer Gewöhnung führen.
Fazit: Mit der richtigen Technik TENS optimal nutzen
TENS ist eine großartige Methode zur Schmerzlinderung – aber nur, wenn sie korrekt angewendet wird. Häufige Fehler wie falsche Elektrodenplatzierung, ungeeignete Intensität oder zu lange Anwendung können die Wirkung beeinträchtigen. Halte dich an unsere Tipps, um das Beste aus deiner TENS-Therapie herauszuholen und unangenehme Nebenwirkungen zu vermeiden.