Massagepistole für Pferde: Ein Interview mit Pferdetherapeutin Andrea Küster

Physiotherapie für Pferde – Kann eine Massagegpistole helfen?

Menschen, welche sportliche Höchstleitungen erbringen oder physische Arbeit verrichten leiden oft unter starken Verspannungen, Muskelkater und Faszienverklebungen. Dies führt häufig zu Einschränkungen des Bewegungsapparates bis hin zu Ausbildung von Krankheiten.

Was viele nicht wissen ist, dass nicht nur wir Menschen unter hartnäckigen Verspannungen und Schmerzen in den Muskeln leiden, sondern auch viele Tiere, wie Pferde und Hunde, von demselben Leiden geplagt werden. Bedenkt man was ein Pferdekörper so leistet, ist dies eigentlich auch nicht verwunderlich. Denn der prinzipielle Aufbau und das Zusammenspiel von Muskeln, Knochen und Gewebe ist dasselbe. Liegt es daher nicht nahe, eine Massagepistole auch

bei Pferden anzuwenden?

Wir wollten dies genauer wissen und haben uns mit der Tierphysiotherapeutin Frau Küster unterhalten.

OrthoGun Massagepistole

Was genau ist Ihre Beziehung zu Pferden?


Was genau ist Ihre Beziehung zu Pferden?

„Ich bin ausgebildete Tierphysiotherapeutin für Pferde und Hunde, arbeite seit einigen Jahren als mobile Therapeutin
und besitze einen 17-jährigen Wallach. In meinem Praxisalltag begegnen mir Tag täglich Pferde mit Rückenproblemen und muskulären Verspannungen. Die Bandbreite reicht vom jungen bis zum Rentnerpferd, vom Freizeit - bis hin zum Sportpferd.


Nutzen Sie die Massagepistole regelmäßig nur bei den von Ihnen zu behandelnden Pferden
oder auch bei sich selbst? Gibt es denn Reiterkollegen / -innen, die diese auch nutzen?

„Ja, in der Tat! Ich benutze die Massagepistole gerne regelmäßig zur Muskelentspannung und Lösen von faszialen Verklebungen - sowohl bei mir und meinem Pferd als auch bei meinen vierbeinigen Patienten. Zunächst habe ich das Gerät mit den verschiedenen Aufsätzen an mir selbst getestet, danach vorsichtig an meinem Pferd. Meinem Wallach
gefiel das Gerät auf Anhieb so gut, dass er in der Stallgasse fast eingeschlafen wäre.

Nach und nach sind dann auch einige Reiterinnen bei mir am Stall darauf aufmerksam geworden: „Was ist das für ein
tolles Gerät? Kannst Du mal kurz bei mir am Rücken…, Ich hab auch immer so Schmerzen …“. Seither nutzen auch
meine Kolleginnen am Stall regelmäßig die Massagepistole für sich und ihre Pferde.“
 

Warum brauchen Pferde Regeneration?

„Rückenschmerzen, Muskelverhärtungen, Faszienverklebungen, etc. sind leider keine Seltenheit beim Pferd und treten nicht nur beim Sportpferd, sondern auch beim Freizeit-, Jung-oder Rentnerpferd auf. Die Ursachen hierfür sind vielfältig.

Die Muskulatur unserer Lieblinge leistet enorme Arbeit. Damit eine Muskulatur kontrahiert und entspannt. Das Gleichgewicht zwischen Kontraktion und Entspannung muss jedoch stimmen. Muskulatur ist aber nur begrenzt leistungsfähig. Nur eine gut durchblutete geschmeidige Muskulatur ist leistungsfähig genug um diese Arbeit zu leisten. Muskuläre Defizite, Überlastungen oder Verhärtungen, stören dieses Gleichgewicht und machen ein Pferd anfälliger
für Verletzungen der umgebenden Strukturen, wie Sehnen, Bänder oder Gelenke.

Ein wesentlicher Faktor spielt bei der Regeneration von Muskulatur eine grosse Rolle: Die Sauerstoff- und Nährstoffaufnahme über die Muskelzellen.Nur ein gut durchbluteter Muskel, also gut genährte Muskelzellen,
kann ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe aufnehmen. Sozusagen Krafttanken.

Leidet ein Tier beispielsweise über einen längeren Zeitraum unter Muskelverspannungen, kann dieser Muskel nicht adäquat kontrahieren und entspannen. Dies kann neben den anhaltenden Schmerzen noch weitere negative Folgen für das Pferd haben. Das Skelett, Bänder und Sehnen werden nicht mehr ausreichend geschützt. Wird das Pferd dennoch weiter belastet kann dies in extremen Fällen zu Schäden am Knochengerüst und der Wirbelsäule führen und bspw. Arthrose begünstigen.“

Warum brauchen Pferde Regeneration?

„Rückenschmerzen,Muskelverhärtungen, Faszienverklebungen, etc. sind leider keine Seltenheit

beim Pferd und treten nicht nur beim Sportpferd, sondern auch beim Freizeit-, Jung- oder Rentnerpferd auf. Die Ursachen hierfür sind vielfältig.

Die Muskulatur unserer Lieblinge leistet enorme Arbeit. Damit eine Muskulatur kontrahiert und entspannt. Das Gleichgewicht zwischen Kontraktion und Entspannung muss jedoch stimmen. Muskulatur ist aber nur begrenzt leistungsfähig.

Nur eine gut durchblutete geschmeidige Muskulatur ist leistungsfähig genug um diese Arbeit zu leisten. Muskuläre Defizite, Überlastungen oder Verhärtungen, stören dieses Gleichgewicht und machen ein Pferd anfälliger für Verletzungen der umgebenden Strukturen, wie Sehnen, Bänder oder Gelenke. Ein wesentlicher Faktor spielt bei der Regeneration von Muskulatur eine grosse Rolle: Die Sauerstoff- und Nährstoffaufnahme über die Muskelzellen.Nur ein gut durchbluteter Muskel, also gut genährte Muskelzellen,kann ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe aufnehmen. Sozusagen Krafttanken.

Leidet ein Tier beispielsweise über einen längeren Zeitraum unter Muskelverspannungen, kann dieser Muskel nicht adäquat kontrahieren und entspannen. Dies kann neben den anhaltenden Schmerzen noch weitere negative Folgen für das Pferd haben. Das Skelett, Bänder und Sehnen werden nicht mehr ausreichend geschützt. Wird das Pferd dennoch weiterbelastet kann dies in extremen Fällen zu Schäden am Knochengerüst und der Wirbelsäule führen und bspw. Arthrose begünstigen.“


Welche Regenerationsmethoden gibt es bei Pferden?


„Eine Möglichkeit die Pferdemuskulatur bei der Regeneration zu unterstützen ist die Massage. Dabei unterscheidet man zwischen der entspannenden (detonisierenden) Massage und der anregenden durchblutungsfördernden (tonisierenden) Massage. Gönnen sie ihrem Pferd nach den anstrengenden Ausritten oder Turnieren/Training doch einmal einen Tag Auszeit mit wohltuenden Massagen. So kann sich nicht nur die Muskulatur regenerieren, sondern auch ihr Pferd wird den Wohlfühl-Faktor einer Massage spüren! Ihr Liebling wird es ihnen sicherlich mit ausgiebigem Gähnen und Schnauben danken.“



Wie kam es dazu, dass sie in der Tat bereits eine Orthomechanik-Massagepistole nutzen?


„Ich hatte damals schon länger darüber nachgedacht mir ein gutes, leistungsstarkes Massagegerät für meine Pferdepatienten zuzulegen. Bei der Suche im Internet bin ich auf verschiedene Massagepistolen aufmerksam geworden, war jedoch skeptisch, was sowohl Lautstärke als auch Qualität der Geräte angeht. Pferde sind ja sehr sensible Tiere. Zudem war mir wichtig, einen Ansprechpartner bei Servicefragen in Deutschland zu haben.

Dann bin ich vor einigen Monaten beim Besuch eines tierischen Patienten zufällig mit der Besitzerin ins Gespräch gekommen. Sie erzählte mir, dass ihr Mann in chiropraktischer Behandlung sei und er, auf Empfehlung seines Therapeuten, eine Massagepistole gegen seine Muskelverspannungen nutzt. Es war die Orthogun 2.0.

Netterweise durfte ich diese direkt an mir kurz ausprobieren und war sofort begeistert! Noch am selben Tag habe

ich die Orthomechanik-Website besucht und mir die Orthogun2.0 gekauft.

"Oberstes Gebot: Die Intensität und die Länge der

Behandlung richtet sich natürlich immer individuell

nach der Akzeptanz des Tieres." 

Was muss man bei der Anwendung von einer Massagepistole beachten? Wie bereite ich mein Pferd auf die Behandlung vor / wie gewöhne ich es daran? Gibt es auch Risiken bei der Verwendung einer Massagepistole

am Pferd?


„Wie bei allen Geräten am Tier, sollte man das Pferd vorsichtig an die Massagepistole gewöhnen. Der Aufsatz sollte gut und fest auf dem Gerät sitzen. Das Pferd sollte trocken und geputzt sein. Sand, Schmutz, Nässe, Schweiß bitte entfernen. Da wir ja kein Pferd mit dem Gerät überfallen wollen, schaltet man das Gerät zunächst auf kleinster Intensitätsstufe ein

und nähert sich umsichtig. Die meisten Pferde reagieren relativ entspannt. Jeder Pferdebesitzer sollte sein Tier bezüglich der Reaktion individuell einschätzen. Bei hypersensiblen, schreckhaften Tiers ist generell Vorsicht geboten!

Sie sollten die Massagepistole NICHT anwenden bei: trächtigen Stuten, Herz- / Kreislauf-Erkrankungen, Epilepsie, Lähmungserscheinungen, offene Wunden / Hauterkrankungen, Infektionen/ Fieber, etc. Im Zweifelsfalle ist immer der Rat eines Tierarztes einzuholen! Bedenken Sie, auch ihr Pferd leidet unter Muskelkater, welcher besonders stark am Tag nach einer ausgiebigen Massage spürbar sein kann. Daher sollte das Pferd unmittelbar nach einer intensiven Massage nicht gearbeitet werden. Geben sie ihm bitte Zeit sich körperlich und geistig auszuruhen!“


Welche Bereiche beim Pferd sind besonders geeignet eine Massagepistole zu verwenden?

„Für eine Massage sind besonders die großen Muskelpartien am Pferd geeignet. Dazu gehören z.B.
der lange Rückenstrecker, der Kopf-/Arm- Muskel, die Gruppenmuskulatur oder die Muskulatur der Hintergliedmaße. Dabei gilt, immer beide Seiten des Pferdes gleichmäßig behandeln. Generell bitte keine Behandlungen mit der Massagepistole am Kopf oder Gesicht durchführen und die Gun niemals direkt auf Sehnen, Bänder, Knochen und Gelenken anwenden!

 Am besten lassen sie sich die Anwendung von einem erfahrenen Tierphysiotherapeutenzeigen. Wir Therapeuten beraten Sie gerne und besprechen die Vorgehensweise individuell für ihr Tier.“



Wie oft und wie lange sollte man Pferde mit der Orthogun behandeln?


„Oberstes Gebot: Die Intensität und die Länge der Behandlung richtet sich natürlich immer individuell nach der Akzeptanz des Tieres. Pro Muskelpartie reichen oft wenige Minuten aus. Fangen Sie vorsichtig auf kleinster Stufe an und je nach Akzeptanz können Sie die Intensität dann langsam steigern. Je nach Beschwerden oder wie ihr Pferd gearbeitet wird, können Sie die Massagepistole mehrmals wöchentlich einsetzen, aber nicht öfter als alle drei Tage dieselbe Muskelpartie bitte.“



 Welcher Aufsatz eignet sich am besten für Pferde?


„Am besten benutzt man die abgeflachten glatten Kunststoffaufsätze fürs Pferd. Ich habe mir kürzlich den neuen weichen Gummiaufsatz bestellt. Der eignet sich hervorragend auch bei kleineren Muskelpartien.“



Wie säubere ich das Gerät nach der Anwendung am Pferd?


„Die Reinigung des Gerätes und der Aufsätze ist schnell und simpel und lässt sich super im Stall händeln. Das Gerät selbst reinige ich mit Feuchttüchern und wische Staub und Haare einfach ab. Wer keine Feuchtücher hat, kann auch einen nicht zu nassen Lappen verwenden. Eventuell kann man auch etwas Sprühdesinfektion auf ein Tuch geben und die Gun damit reinigen. Die Aufsätze kann man leicht mit Wasser und Seife reinigen, abtrocknen, fertig!“



Wir bedanken uns bei Andrea Küster für das tolle Interview und wünschen ihr viel Erfolg mit und ohne Orthomechanik.

Wer mehr zur Arbeit von Andrea Küster erfahren möchte, kann sich bei ihr über die Webseite informieren:

Andrea Küster, InTakt Tierphysiotherapie, www.intakt-tierphysiotherapie.de



Auch die Experten vom PferdeMagazin  haben einen interessanten Beitrag zum Thema "Massageguns für Pferde" veröffentlicht. Hier findest Du neben konkreten Anwendungstipps für deinen Vierhufer auch ein Video.


OrthoGun 2.0 Massagepistole
200,00 €169,95 €

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