TENS bei Oberschenkelschmerzen – Elektrodenplatzierung, Intensität, Dauer und Häufigkeit

Sebastian Trimborn
Sebastian Trimborn

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Letzte Akutalisierung: March 23, 2025

Inhalt

    TENS bei Oberschenkelschmerzen – Wirkungsweise

    Oberschenkelschmerzen entstehen häufig durch Muskelverspannungen, Sportverletzungen oder Überlastung. Auch Nervenreizungen oder Durchblutungsstörungen können zu Beschwerden führen.

    Die TENS-Therapie (Transkutane Elektrische Nervenstimulation) kann Schmerzen effektiv lindern, indem sie:

    • Schmerzsignale blockiert, bevor sie das Gehirn erreichen.
    • Die Durchblutung verbessert, was die Regeneration fördert.
    • Muskelverspannungen löst und die Beweglichkeit erhöht.

    Damit die Behandlung optimal wirkt, sind die richtige Elektrodenplatzierung, Intensität, Dauer und Häufigkeit entscheidend.

    Elektrodenplatzierung bei Oberschenkelschmerzen

    Die Platzierung der Elektroden hängt von der genauen Schmerzregion ab. Die folgenden Methoden sind besonders effektiv:

    TENS-Elektrodenplatzierung für die Vorder- und Rückseite des Oberschenkels zur Muskelstimulation oder Schmerztherapie

    1. Vorderseite des Oberschenkels (Quadrizeps-Muskel)

    Empfohlen bei: Muskelverspannungen, Muskelschmerzen, Überlastung durch Sport

    • Zwei Elektroden werden mittig auf der vorderen Oberschenkelmuskulatur platziert.
    • Zwei weitere Elektroden können oberhalb des Knies oder nahe der Hüfte angebracht werden.
    • Diese Platzierung stimuliert den Quadrizeps und lindert muskuläre Beschwerden.

    2. Rückseite des Oberschenkels (Hamstrings-Muskulatur)

    Empfohlen bei: Muskelschmerzen, Zerrungen oder Verspannungen im hinteren Oberschenkel

    • Zwei Elektroden werden mittig auf der hinteren Oberschenkelmuskulatur platziert.
    • Zwei weitere Elektroden können oberhalb des Knies oder unterhalb des Gesäßes positioniert werden.
    • Diese Platzierung hilft, Verspannungen in den Hamstrings zu lösen.

    3. Seitlicher Oberschenkel (Iliotibialband-Syndrom, Muskelverspannung)

    Frau mit TENS-Elektroden am Oberschenkel zur Muskelstimulation oder Schmerztherapie.

    Empfohlen bei: Schmerzen an der Oberschenkelaußenseite durch Überlastung

    • Eine Elektrode wird in der Mitte des seitlichen Oberschenkels angebracht.
    • Die zweite Elektrode wird etwas oberhalb in Richtung Hüfte platziert.
    • Diese Platzierung hilft besonders Läufern und Sportlern, die unter IT-Band-Syndrom leiden.

    Hinweis: Die Elektroden sollten immer direkt auf der Muskulatur, nicht auf Knochen oder Gelenken, platziert werden.

    Optimale TENS Programmauswahl beim OrthoTens bei Oberschenkelschmerzen

    • Klopfen (TENS/EMS): Fördert die Durchblutung und hilft, Muskelverspannungen zu lösen.
    • Tiefengewebe (TENS): Ideal bei tief liegenden Schmerzen oder chronischen Beschwerden.
    • Akupunktur (TENS): Wirkt gezielt auf Schmerzpunkte und lindert Beschwerden effektiv.
    • Intensität: Mittel bis hoch (ein spürbares Kribbeln, aber kein Muskelzucken)

    Dauer und Häufigkeit der TENS-Behandlung

    • Dauer pro Anwendung: 20–30 Minuten
    • Anzahl der Anwendungen pro Tag: 2–3 Sitzungen je nach Schmerzintensität
    • Anwendungsdauer über mehrere Wochen: Eine regelmäßige Anwendung über 4–6 Wochen zeigt oft deutliche Verbesserungen.

    Tipp: Mit einer niedrigen Intensität beginnen und diese nach Bedarf steigern, um Überreizung zu vermeiden.

    Ergänzende Maßnahmen zur TENS-Behandlung

    Zusätzlich zur TENS-Therapie können folgende Maßnahmen helfen, Oberschenkelschmerzen langfristig zu reduzieren:

    Gezielte Dehnübungen für den Oberschenkel
    Wärme- oder Kälteanwendungen je nach Schmerzart
    Reduktion von Überbelastung durch geeignete Trainingsanpassung

    Fazit

    TENS ist eine wirkungsvolle Methode zur Behandlung von Oberschenkelschmerzen und Muskelverspannungen. Die Elektroden sollten je nach Schmerzregion auf der Vorder-, Rück- oder Außenseite des Oberschenkels platziert werden. Besonders geeignete Programme sind Klopfen, Tiefengewebe oder Akupunktur-TENS.

    Eine regelmäßige Anwendung von 20–30 Minuten, zwei- bis dreimal täglich über mehrere Wochen, kann zu einer deutlichen Schmerzlinderung führen. Ergänzende Maßnahmen wie Dehnübungen und Faszientraining können die Regeneration zusätzlich unterstützen.

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