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TENS bei Nackenschmerzen – Wie funktioniert es?
Nackenschmerzen sind eine häufige Beschwerde, die oft durch Verspannungen, Fehlhaltungen oder Stress verursacht wird. Das TENS-Gerät (Transkutane Elektrische Nervenstimulation) kann helfen, Schmerzen zu lindern und die Muskulatur zu entspannen.
TENS wirkt auf zwei Arten:
- Schmerzhemmung: Die elektrischen Impulse blockieren die Weiterleitung der Schmerzsignale an das Gehirn.
- Muskelentspannung: Die Stimulation verbessert die Durchblutung, löst Verspannungen und unterstützt die Regeneration der Muskulatur.
Die richtige Anwendung mit optimaler Elektrodenplatzierung, passender Intensität sowie Dauer und Häufigkeit der Therapie ist entscheidend für den Behandlungserfolg.
Elektrodenplatzierung bei Nackenschmerzen
Die richtige Platzierung der Elektroden ist entscheidend, um die schmerzhaften Muskelbereiche gezielt zu stimulieren und eine effektive Schmerzlinderung zu erreichen. Es gibt zwei bewährte Methoden für die Elektrodenplatzierung bei Nackenschmerzen:

1. Platzierung für Nacken und obere Schultern (linkes Bild)
- Zwei Elektroden (blau markiert) werden oberhalb der Schulter auf den oberen Trapezmuskel gelegt.
- Zwei weitere Elektroden (rot markiert) werden auf den mittleren Rücken, knapp unterhalb der Schulterblätter, platziert.
- Diese Platzierung hilft, Verspannungen im Nackenbereich zu lösen und gleichzeitig die Schultermuskulatur zu entspannen.
2. Platzierung entlang der Halswirbelsäule (rechtes Bild)
- Zwei Elektroden (blau markiert) werden auf beiden Seiten der Halswirbelsäule angebracht, jedoch nicht direkt auf der Wirbelsäule selbst.
- Zwei weitere Elektroden (rot markiert) werden auf den Schultern platziert, um die muskulären Verspannungen im oberen Rücken zu behandeln.
- Diese Platzierung eignet sich besonders bei Schmerzen, die entlang der Nackenmuskulatur bis in die Schultern ausstrahlen.
🔹 Hinweis: Die Elektroden sollten nie direkt auf der Wirbelsäule liegen, sondern immer seitlich davon auf der Muskulatur angebracht werden.
Optimale Programmauswahl für OrthoTENS bei Nackenschmerzen
Für die Behandlung von Nackenverspannungen sind folgende Programme empfehlenswert:
- Klopfen (TENS/EMS): Fördert die Durchblutung und lockert die Muskulatur.
- Akupunktur (TENS): Zielt auf die Schmerzpunkte ab und reduziert die Schmerzwahrnehmung.
- Tiefengewebe (TENS): Geeignet bei chronischen Nackenschmerzen und starken Verspannungen.
- Intensität: Mittel bis hoch (ein spürbares Kribbeln, aber kein Muskelzucken)
Dauer und Häufigkeit der TENS-Behandlung bei Nackenschmerzen
- Dauer pro Anwendung: 20–30 Minuten
- Anzahl der Anwendungen pro Tag: 2–3 Sitzungen, je nach Schmerzintensität
- Anwendungsdauer über mehrere Wochen: Regelmäßige Nutzung über 4–6 Wochen führt oft zu spürbaren Verbesserungen.
Es ist wichtig, mit einer niedrigen Intensität zu beginnen und diese nach Bedarf anzupassen.
Ergänzende Maßnahmen zur TENS-Behandlung
TENS kann effektiv mit anderen Methoden kombiniert werden, um die Nackenmuskulatur zu entspannen:
✔ Dehnübungen für Nacken und Schultern
✔ Wärmeanwendungen zur Lockerung der Muskulatur
✔ Ergonomische Anpassungen am Arbeitsplatz
✔ Massage oder Faszientraining zur zusätzlichen Entspannung
Fazit
TENS ist eine wirkungsvolle Methode zur Behandlung von Nackenschmerzen und Verspannungen. Die richtige Elektrodenplatzierung neben der Wirbelsäule oder auf den Schultern ist entscheidend für den Therapieerfolg. Programme wie Klopfen, Akupunktur oder Tiefengewebe-TENS sind besonders geeignet.
Durch eine regelmäßige Anwendung von 20–30 Minuten, zwei- bis dreimal täglich über mehrere Wochen, lassen sich oft deutliche Verbesserungen erzielen. Ergänzende Maßnahmen wie Dehnübungen und Wärmebehandlungen unterstützen den Heilungsprozess zusätzlich.