Akupressur vs. Akupunktur: Was ist der Unterschied?

Sebastian Trimborn
Sebastian Trimborn

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Letzte Akutalisierung: June 19, 2026

Inhalt

    Akupressur vs. Akupunktur: Was ist der Unterschied?

    Akupressur und Akupunktur sind zwei bekannte Methoden aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Beide basieren auf der Idee, dass der Körper von Energiebahnen (Meridianen) durchzogen ist, und dass Blockaden in diesen Bahnen mit Beschwerden in Verbindung gebracht werden. Doch worin unterscheiden sich die beiden Methoden genau?

    Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt. Akupressur und Massagegeräte sind Wellness-Hilfsmittel und kein Heilmittel; ein medizinischer Nutzen bei einzelnen Erkrankungen ist nicht belegt.

    In diesem Artikel erfährst du das Wichtigste über die Unterschiede, Eigenschaften und Hinweise zu Akupressur und Akupunktur.

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    Was ist Akupressur?

    Akupressur ist eine sanfte Methode, die auf dem Druck bestimmter Punkte am Körper basiert. Diese Druckpunkte befinden sich auf den Meridianen, den Energiebahnen des Körpers. Durch gezielten Druck mit den Fingern, Handballen oder speziellen Massagegeräten soll die Energie in der Vorstellung der TCM wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.

    Wofür Akupressur genutzt wird

    Akupressur wird häufig genutzt, um:

    • bei Verspannungen als wohltuend empfunden zu werden
    • Stress abzubauen und Entspannung zu fördern
    • das Wohlbefinden im Bauchraum zu unterstützen
    • zu besserem Schlaf beizutragen
    • in der TCM mit Vitalität in Verbindung gebracht zu werden

    Ein bekannter Akupressurpunkt ist zum Beispiel "Nei Guan" (P6), der sich am Handgelenk befindet und oft im Zusammenhang mit Übelkeit und Reiseübelkeit genannt wird.

    Kann man bei Akupressur etwas falsch machen?

    Akupressur ist relativ sicher, da sie ohne Nadeln oder invasive Techniken auskommt. Dennoch gibt es einige Dinge, die du beachten solltest:
    ✔️ Kein zu starker Druck – Zu viel Druck kann Schmerzen oder blaue Flecken verursachen.
    ✔️ Nicht bei offenen Wunden oder Entzündungen anwenden – Das könnte die Heilung stören.
    ✔️ Schwangerschaft & bestimmte Erkrankungen – Einige Akupressurpunkte sollten während der Schwangerschaft oder bei schweren Krankheiten vermieden werden. Im Zweifel besser mit einem Arzt oder TCM-Experten sprechen.

    Wer darf Akupressur machen?

    Grundsätzlich kann jeder Akupressur erlernen und anwenden – sowohl für sich selbst als auch für andere. Es gibt auch professionelle Akupressur-Therapeuten, die spezielle Ausbildungskurse absolviert haben. Für eine gezielte Anwendung kann es sinnvoll sein, sich von einem Experten beraten zu lassen.

    Was ist Akupunktur?

    Akupunktur ist eine medizinische Behandlungsmethode, bei der dünne Nadeln gezielt in bestimmte Akupunkturpunkte gestochen werden. Durch diesen Reiz soll der Energiefluss in den Meridianen reguliert werden.

    Wie wird Akupunktur eingesetzt?

    Akupunktur wird traditionell eingesetzt im Zusammenhang mit:

    • chronischen und akuten Schmerzen (z. B. Migräne, Rückenbeschwerden, Arthritis)
    • Entzündungsgeschehen
    • dem Kreislauf und der Durchblutung
    • Stress und innerer Anspannung
    • Schlaf und Verdauung

    Ein häufig genannter Aspekt der Akupunktur ist, dass viele Anwender bereits nach wenigen Sitzungen einen Effekt beschreiben – besonders bei hartnäckigen Beschwerden. Die Studienlage ist je nach Anwendungsgebiet unterschiedlich.

    Wer darf Akupunktur durchführen?
    Da Akupunktur mit Nadeln arbeitet, darf sie in Deutschland nur von Ärzten, Heilpraktikern und ausgebildeten TCM-Therapeuten durchgeführt werden. Eine falsche Anwendung kann Nebenwirkungen haben, daher sollte die Behandlung von einer Fachkraft durchgeführt werden.

    Akupressur vs. Akupunktur: Der direkte Vergleich

    Kriterium Akupressur Akupunktur
    Methode Druck mit Fingern oder Hilfsmitteln auf Akupressurpunkte Setzen von Nadeln auf Akupunkturpunkte
    Anwendungsbereich Selbstanwendung & professionelle Begleitung Professionelle Therapie durch Ärzte oder Heilpraktiker
    Charakter Wird als wohltuend bei Verspannungen, Stress und Unruhe empfunden Medizinische Methode, oft bei chronischen Beschwerden eingesetzt
    Dauer der Wirkung Oft kurzfristige Entspannung Oft langanhaltend beschrieben
    Nebenwirkungen Selten, evtl. Druckempfindlichkeit Leichte Schmerzen, selten Blutergüsse oder Schwindel
    Kosten Kostenlos (bei Selbstanwendung) oder geringe Kosten für Begleitung Oft teuer (30–100 € pro Sitzung), evtl. von der Krankenkasse übernommen
    Eignung für Anfänger Leicht zu erlernen Erfordert professionelle Ausbildung

    Ist Akupressur genauso gut wie Akupunktur?

    Das kommt auf das Anwendungsgebiet an!
    ✔️ Zur Entspannung und bei leichten Verspannungen wird Akupressur von vielen als angenehme Möglichkeit empfunden, da sie einfach anzuwenden ist und keine Nadeln benötigt.
    ✔️ Bei chronischen oder schweren Beschwerden wird häufig professionelle Begleitung gewählt – hier ist die ärztliche Abklärung wichtig.

    👉 Kurz gesagt: Akupressur ist ideal für die Selbstanwendung und wird bei kleineren Verspannungen als wohltuend empfunden, während Akupunktur eine medizinische Methode ist, die von Fachleuten durchgeführt wird.

    Ist Akupunktur oder Akupressur besser?

    Es gibt kein „besser" oder „schlechter" – es hängt von der individuellen Situation ab:

    • Möchtest du eine sanfte Methode ohne Nadeln zur Selbstanwendung? → Dann ist Akupressur eine gute Wahl.
    • Hast du chronische oder starke Beschwerden? → Dann kann eine professionelle, ärztlich begleitete Akupunkturbehandlung sinnvoll sein.
    • Kannst du dir eine Kombination vorstellen? → Viele nutzen beide Methoden – Akupunktur in der fachlichen Begleitung, Akupressur als Ergänzung im Alltag.

    💡 Tipp: Falls du unsicher bist, kannst du mit Akupressur beginnen. Falls die Beschwerden bleiben oder sich verschlimmern, ist es ratsam, ärztlichen Rat einzuholen.

    Akupressurmatten: Entspannung für zu Hause

    Eine Akupressurmatte ist eine praktische Möglichkeit, die Vorteile der Akupressur bequem zu Hause zu nutzen. Diese Matten sind mit kleinen Kunststoffspitzen ausgestattet, die bei Kontakt mit der Haut Druck auf verschiedene Akupressurpunkte ausüben.

    Wie funktioniert eine Akupressurmatte?
    Beim Liegen oder Stehen auf der Matte wird der Druck der Spitzen von vielen als wohltuend und entspannend empfunden, ähnlich wie bei einer manuellen Akupressuranwendung. Viele Menschen nutzen Akupressurmatten für:

    • Die Entspannung bei Verspannungen im Rücken
    • Die Reduktion von Stress und Schlafproblemen
    • Eine angenehme Regeneration nach dem Sport

    💡 Tipp: Wenn du eine Akupressurmatte zum ersten Mal benutzt, kann sich das anfangs ungewohnt anfühlen. Ein dünnes Tuch oder ein T-Shirt zwischen Haut und Matte kann helfen, sich langsam daran zu gewöhnen. Nach ein paar Minuten setzt oft ein angenehmes Wärmegefühl ein – ein Zeichen, dass sich die Muskulatur entspannt.

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    Fazit: Welche Methode passt zu dir?

    Akupressur und Akupunktur sind beide bekannte Methoden aus der TCM mit ähnlichen Grundlagen, aber unterschiedlicher Anwendung.

    • Akupressur ist einfach, sanft und für die Selbstanwendung geeignet.
    • Akupunktur ist eine medizinische Methode und wird von Fachleuten durchgeführt.
    • Beide Methoden können sich gegenseitig ergänzen und in Kombination angewendet werden.

    💡 Wenn du neugierig auf die traditionelle chinesische Medizin bist, probiere doch einmal eine Akupressur-Technik aus – vielleicht spürst du schon nach wenigen Minuten einen wohltuenden Effekt!