Was eine gute Gehtechnik ausmacht

Thao Vy Duong
Thao Vy Duong

Autor

Letzte Akutalisierung: January 27, 2026

Inhalt

    Vielleicht denkst Du gar nicht viel darüber nach, wie Du gehst. Schließlich ist Gehen eine Selbstverständlichkeit, oder? Tatsächlich gehört richtig gehen zu den wichtigsten Bewegungsmustern des Menschen und wird dennoch oft vernachlässigt. Dabei kann eine ungünstige Gehtechnik langfristig Beschwerden in Knie, Hüfte, Rücken oder sogar im Nackenbereich begünstigen. Die gute Nachricht: Du kannst Deine Gehtechnik aktiv verbessern – mit dem richtigen Wissen, bewusster Haltung und den passenden Hilfsmitteln.

    Deine Haltung

    Eine gute Haltung ist das Fundament jeder gesunden Bewegung, auch beim Gehen. Dabei geht es nicht um militärisch-steifes Aufrichten, sondern um eine natürliche, entspannte Aufrichtung der Wirbelsäule. Worauf solltest Du achten?

    • Aufrechte Körperhaltung: Kopf in Verlängerung der Wirbelsäule, Blick geradeaus, nicht nach unten

    • Schultern entspannt zurück: Nicht hochziehen oder nach vorne kippen

    • Becken in neutraler Position: Kein Hohlkreuz, kein Rundrücken

    • Aktive Körpermitte: Bauchmuskeln leicht anspannen, das stabilisiert die Lendenwirbelsäule

    Tipp: Eine schlechte Haltung beim Gehen kann auf verkürzte Muskulatur oder muskuläre Dysbalancen hinweisen – hier lohnt es sich, gezielt gegenzuarbeiten.

    Der richtige Fußaufsatz

    Beim richtigen Gehen kommt es nicht nur darauf an, wohin man geht, sondern wie der Fuß den Boden berührt. Ein natürlicher

    Bewegungsablauf sieht so aus:

    • Fersenaufsatz: Der Gang beginnt mit einem sanften Aufsetzen der Ferse

    • Abrollbewegung: Das Körpergewicht wird gleichmäßig über den Fußaußenrand zur Großzehe verlagert

    • Abstoß über den Vorfuß: Zum Abschluss drückt sich der Fuß aktiv vom Boden ab

    Fehlerquellen vermeiden:

    • Flacher, klatschender Gang

    • Schleifende Schritte

    • Übermäßiger Druck auf den Vorfuß oder Ballengang

    • „Hängende“ Fußspitzen

    Eine gestörte Abrollbewegung kann langfristig zu Überlastungssyndromen führen – z. B. Plantarfasziitis oder Schienbeinkantensyndrom.

    Das richtige Schuhwerk

    Auch der beste Gang bringt wenig, wenn die Schuhe nicht mitspielen. Gutes Schuhwerk stützt nicht nur, sondern fördert die natürliche Abrollbewegung und sorgt für Stabilität im Alltag. Darauf solltest Du beim Schuhkauf achten:

    • Gute Passform: Nicht zu eng oder zu weit, Deine Zehen brauchen Platz

    • Flexibilität: Die Sohle sollte sich im Vorfußbereich leicht biegen lassen

    • Dämpfung & Unterstützung: Je nach Gehuntergrund und Fußtyp (z. B. Senkfuß) ist eine gewisse Dämpfung sinnvoll

    • Flache, ergonomische Sohle: Keinesfalls zu hohe Absätze oder komplett flache Sohlen ohne Dämpfung

    Prävention & Regeneration

    Neben bewusster Bewegung spielt auch die Regeneration eine wichtige Rolle. Gerade wer viel geht, sollte dem Körper gezielte Erholung gönnen. Unser Tipp für deine Regeneration: Die Massagepistole – Perfekt zur Entspannung der Bein- und Wadenmuskulatur nach langen Gehphasen.

    Häufige gestellte Fragen (FAQ)

    • Wie erkenne ich, ob ich falsch gehe?
      Typische Anzeichen sind ein schleppender Gang, ungleichmäßige Abnutzung der Schuhsohlen, Schmerzen im unteren Rücken, in den Knien oder in den Füßen.

    • Hilft Barfußgehen beim richtigen Gehen?
      Barfußgehen kann die Fußmuskulatur stärken und das natürliche Gehverhalten fördern. Jedoch nur auf geeigneten, sicheren Untergründen und nicht bei allen Fußfehlstellungen.

    • Ist eine gute Gehtechnik im Alter noch erlernbar?
      Ja, in jedem Alter lässt sich die Walking Form verbessern. Durch beispielsweise gezielte Übungen, bewusste Körperwahrnehmung und ggf. physiotherapeutische Unterstützung.

    Fazit

    Gehen ist mehr als nur Fortbewegung. Es ist eine zentrale Bewegungsform, die unsere Gesundheit maßgeblich beeinflusst. Wer seine Gehtechnik bewusst verbessert, kann nicht nur Beschwerden vorbeugen, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden steigern. Investiere in Deine Haltung, achte auf Deinen Fußaufsatz und wähle Deine Schuhe mit Bedacht. Mit kleinen Veränderungen im Alltag kannst Du große Wirkungen erzielen.