Inhalt
Was du über die TENS-Therapie bei Armschmerzen wissen musst
Armschmerzen können den Alltag erheblich beeinträchtigen – sei es durch einen Tennisarm, Golferellenbogen oder andere Überlastungsschäden. Eine vielversprechende Methode zur Schmerzlinderung ist die TENS-Therapie (Transkutane Elektrische Nervenstimulation). Doch wie funktioniert sie genau, und ist sie wirklich effektiv?
In diesem Artikel erfährst du:
- Wie TENS funktioniert
- Wann die Anwendung sinnvoll ist
- Wie du TENS bei Tennisarm & Golferellenbogen richtig einsetzt
- Tipps für eine effektive Behandlung
Was ist TENS und wie funktioniert es?
TENS steht für Transkutane Elektrische Nervenstimulation und ist eine nicht-invasive Methode zur Schmerztherapie. Dabei werden über Elektroden auf der Haut schwache elektrische Impulse an die Nerven gesendet.
Das Ziel der TENS-Therapie
- Blockierung von Schmerzsignalen auf dem Weg zum Gehirn
- Anregung der Ausschüttung von Endorphinen (körpereigene Schmerzmittel)
- Förderung der Durchblutung und Muskelentspannung
Vorteile der TENS-Therapie
- Schmerzfrei und ohne Medikamente
- Einfache Anwendung zu Hause
- Verbesserung der Durchblutung
- Für viele Arten von Schmerzen geeignet
TENS bei Tennisarm & Golferellenbogen: Wirklich hilfreich?
Tennisarm (Epicondylitis lateralis)
Ein Tennisarm entsteht durch eine Überlastung der Sehnen am äußeren Ellenbogen, oft durch wiederholte Bewegungen wie Tennisspielen, Handwerk oder Computerarbeit. Die Schmerzen strahlen meist bis in den Unterarm aus.
Golferellenbogen (Epicondylitis medialis)
Beim Golferellenbogen ist die Innenseite des Ellenbogens betroffen. Auch hier ist die Ursache oft eine Überlastung der Sehnen.
Wie hilft TENS?
- Blockiert Schmerzsignale
- Lindert Entzündungen durch verbesserte Durchblutung
- Fördert die Regeneration der Sehnen
Elektrodenplatzierung
- Eine Elektrode auf den schmerzenden Bereich am äußeren Ellenbogen
- Die zweite Elektrode etwa fünf Zentimeter weiter unten Richtung Unterarm

TENS-Anwendung: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Vorbereitung
- Die Haut vor der Anwendung reinigen, um eine gute Haftung der Elektroden zu gewährleisten
- Offene Wunden oder gereizte Hautstellen vermeiden
- Mit niedriger Intensität starten und langsam steigern
Durchführung
- Elektroden auf die empfohlenen Stellen kleben
- TENS-Gerät einschalten und Intensität langsam erhöhen bis ein leichtes Kribbeln zu spüren ist
- Behandlung 15 bis 30 Minuten durchführen
- Gerät ausschalten, Elektroden vorsichtig entfernen
Für beste Ergebnisse wird eine tägliche Anwendung über zwei bis vier Wochen empfohlen.
Wann sollte man TENS nicht anwenden?
TENS ist eine sichere Methode, aber es gibt Situationen, in denen sie nicht angewendet werden sollte.
Nicht anwenden bei:
- Herzschrittmachern oder anderen Implantaten
- Epilepsie oder Herzrhythmusstörungen
- Offenen Wunden oder Entzündungen auf der Haut
- Schwangerschaft (besonders im Bauchbereich)
Bei Unsicherheiten sollte immer ein Arzt konsultiert werden.
Alternativen und ergänzende Maßnahmen zur TENS-Therapie
TENS kann sehr effektiv sein, aber oft ist eine Kombination aus verschiedenen Methoden am besten.
- Physiotherapie: Gezielte Dehn- und Kräftigungsübungen für den Arm
- Kälte- oder Wärmeanwendungen: Kälte bei akuten Schmerzen, Wärme bei Verspannungen
- Schonung und Belastungsanpassung: Übermäßige Belastung vermeiden
- Massage und Faszienrollen: Zur Lockerung der Muskulatur
Eine Kombination von TENS mit einer Bewegungstherapie kann die Heilung zusätzlich beschleunigen.
Fazit: Ist TENS bei Tennisarm & Golferellenbogen empfehlenswert?
TENS ist eine effektive, medikamentenfreie Methode zur Schmerzlinderung – besonders bei Überlastungsschäden wie Tennisarm oder Golferellenbogen.
Wichtige Punkte zusammengefasst:
- Regelmäßige Anwendung ist entscheidend für den Erfolg
- Korrekte Elektrodenplatzierung sorgt für optimale Wirkung
- Kombination mit Physiotherapie oder Bewegungstherapie kann den Heilungsprozess unterstützen