Inhalt
Leidest Du unter einem Hohlkreuz? Ein Hohlkreuz mag auf den ersten Blick harmlos erscheinen. Schließlich steht man ja „nur“ ein bisschen im Rücken durch. Doch in Wahrheit ist es eine funktionelle Fehlhaltung, die langfristig zu Verspannungen, Rückenschmerzen oder sogar Bandscheibenproblemen führen kann.
Aber keine Sorge: Du kannst aktiv etwas dagegen tun. Und genau darum geht’s in diesem Artikel: Du erfährst, wie ein sogenannter „Anterior Pelvic Tilt“ entsteht, warum verkürzte Hüftbeuger eine zentrale Rolle spielen, und mit welchen Übungen Du Dein Hohlkreuz wegtrainieren und Dein Becken aufrichten kannst.
Was ist ein "Anterior Pelvic Tilt"?
Der Begriff "Anterior Pelvic Tilt" (auf Deutsch: Beckenkippung nach vorne) beschreibt eine Position, bei der das Becken nach vorne kippt. Dadurch wölbt sich der untere Rücken übermäßig nach innen – es entsteht das klassische Hohlkreuz. Diese Fehlhaltung ist vor allem bei Menschen verbreitet, die viel sitzen oder sich einseitig bewegen. Ein übermäßiges Hohlkreuz kann dabei nicht nur die Statik Deines Körpers durcheinanderbringen, sondern auch:
-
den unteren Rücken dauerhaft belasten
-
den Hüftbeuger verkürzen
-
die Gesäßmuskulatur deaktivieren
-
und die Bauchmuskulatur abschwächen
Warum entsteht ein Hohlkreuz?
Die Hauptursache ist überraschend alltäglich: zu langes Sitzen. Wenn Du täglich viele Stunden im Büro, im Auto oder auf der Couch verbringst, passt sich Dein Körper an diese Position an.
Typische Ursachen für ein Hohlkreuz:
-
Verkürzte Hüftbeuger
-
Schwache Bauchmuskeln
-
Unteraktive Gesäßmuskeln
-
Eingeschränkte Beweglichkeit in der Hüfte
Diese Kombination kippt das Becken nach vorne, zieht die Lendenwirbelsäule in ein Hohlkreuz und führt zu einem Ungleichgewicht im gesamten Bewegungsapparat.
Hohlkreuz wegtrainieren: So geht’s
Ein Hohlkreuz lässt sich in den meisten Fällen durch gezieltes Training und Dehnung der betroffenen Muskulatur deutlich verbessern. Das Ziel ist es, Becken und Wirbelsäule wieder in eine neutrale Position zu bringen.
1. Hüftbeuger dehnen
Dehnung ist der erste Schritt, denn verkürzte Muskeln müssen wieder in ihre natürliche Länge gebracht werden. Diese Übung zielt gezielt auf den Psoas-Muskel ab, einen der Hauptverursacher des Hohlkreuzes:
Kniende Hüftbeugerdehnung
-
Gehe in einen Ausfallschritt und senke das hintere Knie auf den Boden ab
-
Schiebe das Becken aktiv nach vorne, ohne ins Hohlkreuz zu fallen
-
Halte die Dehnung ca. 30 Sekunden pro Seite
2. Bauchmuskeln kräftigen
Ein starker Core stabilisiert Deine Wirbelsäule und verhindert das Abkippen des Beckens.
Dead Bug
-
Lege Dich auf den Rücken, Arme und Beine gestreckt nach oben
-
Senke nun diagonal Arm und Bein gleichzeitig ab, ohne das Hohlkreuz zuzulassen
-
Wiederhole 10–15 Mal pro Seite
Tipp: Achte darauf, dass Dein unterer Rücken immer Kontakt zum Boden hält.
3. Gesäß aktivieren
Die Gesäßmuskulatur ist bei vielen Menschen „inaktiv“, weil sie im Alltag kaum gefordert wird. Dabei spielt sie eine entscheidende Rolle beim Beckenaufrichten.
Glute Bridge
-
Lege Dich auf den Rücken, Füße hüftbreit aufgestellt
-
Hebe Dein Becken an, spanne dabei Gesäß und Bauch fest an
-
Halte oben für 2 Sekunden, dann langsam absenken
-
12–15 Wiederholungen
Was die Massagepistole von OrthoMechanik besonders macht
Die OrthoGun 3.0 bietet 5 Intensitätsstufen für eine tiefenwirksame Muskelbehandlung. Im Frequenzbereich von 19 bis 53 Hz entfaltet sie schon ab 19 Hz eine wohltuend entspannende Wirkung und bleibt selbst auf höchster Stufe laufruhig. Dank der wechselbaren Aufsätze ist sie an individuelle Bedürfnisse anpassbar. Der langlebige Akku mit bis zu 6 Stunden Laufzeit und ihr Leichtgewicht von 770g machen sie zum perfekten Begleiter im Alltag oder beim Sport. Sichere Dir jetzt den App Zugang mit Expertenvideos zur Anwendung!
4. Becken aufrichten lernen
Die Fähigkeit, Dein Becken bewusst zu kippen und aufzurichten, ist essenziell für die Haltungskontrolle.
Becken-Kipp-Training im Stand
-
Stelle Dich aufrecht hin, Hände an die Hüfte
-
Kippe das Becken bewusst nach vorne und dann nach hinten
-
Spüre die Bewegung im unteren Rücken
-
Wiederhole 10–15 Mal
Tipp: Onlinekurs Haltungshelden
Du möchtest einen konkreten Plan, wie Du Deine Rücken-/Nackenbeschwerden in den Griff bekommst? Dann ist unser Online-Präventionskurs mit Physiotherapeut Matteo Spier genau das Richtige für Dich.
Was bringt Dir der Kurs?
-
Zertifiziert nach § 20 SGB V: Die Kursgebühr wird i. d. R. bis zu 100 % von Deiner Krankenkasse übernommen
-
Umfassende Inhalte: Zu Haltung, Rückengesundheit, Mobilisation & Kräftigung
-
Individuell online durchführbar: Flexibel, wann und wo Du willst
-
Inklusive gratis Produkt: unterstützend für Dein Training kannst Du aus einer Akupressurmatte mit Vibration, einem TENS/EMS-Gerät oder einem Rückenmassagegerät wählen
So integrierst Du die Übungen in Deinen Alltag
Um langfristige Ergebnisse zu erzielen, solltest Du:
-
Täglich 10–15 Minuten für Deine Haltung investieren
-
Sitzzeiten regelmäßig unterbrechen (z. B. durch kurze Mobilisationspausen)
-
Aktive Bewegung in den Alltag einbauen (z. B. Treppen statt Aufzug, Spaziergänge etc.)
-
Auf Deine Körperhaltung im Sitzen, Stehen und Gehen achten
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
-
Ist ein Hohlkreuz gefährlich?
Nicht direkt, aber es kann langfristig zu muskulären Dysbalancen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen. -
Kann ich ein Hohlkreuz komplett wegtrainieren?
In vielen Fällen ja. Zum Beispiel, wenn es sich um eine funktionelle Fehlhaltung handelt. Bei strukturellen Ursachen (z. B. Wirbelverformungen) ist eine ärztliche Abklärung wichtig. -
Wie lange dauert es, bis ich Fortschritte sehe?
Schon nach wenigen Wochen regelmäßigen Trainings lassen sich in der Regel erste Verbesserungen in Haltung und Beweglichkeit feststellen.
Fazit
Ein Hohlkreuz ist kein Schicksal, sondern in den meisten Fällen eine Haltung – und Haltung kann man trainieren. Die Kombination aus gezielter Dehnung, Muskelkräftigung und bewusstem Körpergefühl ist der Schlüssel zur Verbesserung. Also, starte gerne mit ein paar der oben genannten Übungen!


