Wann ist eine Massagepistole sinnvoll?

Christiano Ronaldo, nur in Boxershorts und auf dem Bauch liegend, wird von seiner Verlobten mit einer Massagepistole am Boden seines Wohnzimmers behandelt.  


Videos wie dieses gehen naturgemäß um die Welt. 


Und das schlägt sich natürlich auch auf den Bekanntheitsgrad der Massage Gun nieder.


Denn während die Pistole lange Zeit vor allem bei Profisportlern und Physiotherapeuten zur Anwendung kam, wird sie mittlerweile zunehmend auch von Laien genutzt.


Doch wann ist eine Massagepistole sinnvoll? Gibt es ein Risiko? Und kann man überhaupt etwas falsch machen?


Um diese und weitere Fragen zu klären haben wir mit dem Physiotherapeuten und Chiropraktiker Volker Auler gesprochen. 

OrthoGun Massagepistole

Grosse Kraft braucht große Verantwortung

Eine Massagepistole, wie zum Beispiel die Orthogun, ist nicht bloß eine Massagehilfe, sondern ein wahres Kraftpaket.  


Bei einer Frequenz von bis zu 3.200 Umdrehungen/Min merkt man, dass richtig Power dahinter steckt. 


Umso wichtiger ist es daher, seinen Körper nicht wahllos mit der Pistole zu befeuern, sondern sich eingehend über die richtige Anwendung zu informieren.


Für wen ist die Massagepistole geeignet?

Volker Auler, der in seiner Praxis bereits seit vielen Jahren mit Massagepistolen arbeitet erklärt:.

“Grundsätzlich kann jeder von den Vorteilen einer Massagepistole profitieren.

Die einzige wirkliche Ausnahme: Kleinkinder sollten das Gerät nicht in die Hände bekommen.”


Leistungssportler 

Hier sind für die Massagepistole besonders geeignet. 

Sie kennen Ihren Körper zumeist sehr genau und befinden sich zudem regelmäßig in physiotherapeutischer Behandlung. Athleten reagieren sehr sensibel auf die Signale Ihres Körpers und wissen daher genau, was Ihnen guttut und was nicht.


Physiotherapeuten und Chiropraktiker 

Für die Entspannungs-, und Regenerationsprofis ist eine Massagepistole oft die perfekte Ergänzung und ein wichtiges Tool in Ihrer Praxis. So können Sie Ihre eigenen Ressourcen (sprich Hände) schonen und den Patienten die optimale Behandlung zukommen lassen. Beschleunigte Therapieerfolge und eine Palette an neuen Anwendungen ist das Resultat. 


Hobbysportler

Oft ambitioniert aber nicht ganz so erfahren. Sie sollten sich vor der Eigenbehandlung mit der Massagepistole genauestens informieren. Hier ist Eigenverantwortung gefragt. Mittlerweile gibt es sehr gute Tutorials dazu im Netz. Weitere kompetente Ansprechpartner sind Sportarzt oder Physiotherapeut - natürlich, nur wenn sie selbst Erfahrung mit der Massage Gun haben.


Kleine Wehwehchen 

Wer kennt das nicht? Mal zwickt das Kreuz ein bisschen, mal ist der Nacken verspannt, oder man ist wieder einmal vom Stress geplagt. Mit der Massagepistole lassen sich Verspannungen und andere typische “Alltagswehwechen” oft gut in den Griff bekommen.


Vorsicht ist geboten bei Schwangeren, onkologischen Patienten, Menschen mit Herzschrittmachern oder künstlichen Gelenken. Diese sollten auf jeden Fall vorher mit ihrem Arzt sprechen.

Wie massiert man mit der Pistole richtig?

An und für sich ist die Verwendung der Massagegun einfach und selbsterklärend. 


Die “goldene Regel” hierbei lautet...


Nicht direkt auf der Wirbelsäule und nicht direkt auf den Knochen massieren

Darüber hinaus gibt es noch ein paar nützlich Anwendungs-Tipps

  • Erst anschalten, dann auf den Körper aufsetzen
  • Langsam über die Muskeln bewegen
  • Verspannten Stellen (Knoten) vorsichtig behandeln. Nicht zu fest hineindrücken.
  • 2x täglich für 2 Minuten anwenden
  • Morgens schnell über die Muskeln bewegen, um den Körper zu aktivieren
  • Abends langsam massieren um den Körper zu entspannen
  • Nicht länger als 1 Minute auf derselben Stelle massieren. Es könnte sonst zu Überreizungen und Entzündungen im  Muskelgewebe kommen. 
  • Die Massage sollte kräftig genug, aber immer schmerzfrei sein.


Für welche Körperregionen ist die Anwendung der Massagepistole sinnvoll?

Grob gesprochen kann man fast den gesamten Körper mit der Massage Gun bearbeiten.

Wichtig ist immer den passenden Aufsatz für die jeweilige Region zu verwenden. 


Die Orthogun bietet hier beispielsweise 6 unterschiedliche Aufsätze mit denen man auch sensible Stellen gut behandeln kann. 

Besonders geeignet zeigt sich die Massagepistole für…

  • Oberschenkel 
  • Unterschenkel
  • Rücken: in Verbindung mit einem Handtuch und einem Sessel
  • Brustkorb (Ausnahme: Menschen mit Herzschrittmacher)
  • Oberarme 
  • Unterarme
  • Hüfte
  • Gesäß
  • Schultern (immer um die Schulterblätter herum massieren)
  • Füße (inkl. Fußsohlen)

Nicht verwenden sollte man die Massagepistole…


  • Zu dicht am Kopf
  • Am Bauch
  • Im Intimbereich
  • An den Gelenken


Wofür genau kann man die Massagepistole verwenden?

Die Einsatzgebiete der Massagepistole sind ebenso vielfältig wie der menschliche Körper und unser täglicher Körpereinsatz.


Das persönliche Wohlgefühl sollte dabei allerdings immer oberste Priorität haben.

“Es sollte deutlich und dennoch gut verträglich sein” empfiehlt Volker Auler.

Sport

Ein Grund warum die Massagepistole gerade bei Sportlern so beliebt ist, ist ihre rasche und einfache Anwendung.


Immer dann, wenn Muskeln überdurchschnittlich beansprucht werden, brauchen sie auch ein überdurchschnittliches Maß an Entspannung. 


Muskeln von Profisportlern die meist unter Volldampf trainieren, können mit einer Massagepistole gut frei massiert werden. 




Generell können Athleten die Gun in verschiedenen Phasen der Sportaktivität einsetzen:


#1 Vor dem Sport 

Warm-Up durch leichtes Massieren der Muskulatur. Die Muskeln werden gelockert und somit ready gemacht. 

 

#2 Während dem Sport 

Gerade bei längerer Sportaktivität ist es sinnvoll, zwischendurch neu entstandene Verspannungen zu lösen. Die Muskeln werden dadurch nachgelockert um auch noch für das ‘Grand Finale’ (der letzte Satz beim Krafttraining, die Verlängerung beim Fussball) Power zu haben. 


#3 Nach dem Sport 

Die Massage Gun kann nach dem Sport zum Cool-Down der Muskeln eingesetzt werden. Bis zu 24 Stunden nach der Sporteinheit ist die Anwendung der Massagepistole sinnvoll. Sie unterstützt dabei, die Muskeln zu lockern und eingelagerte Schlackenstoffe (wie z.B. Laktat), zumindest teilweise, abzuführen. 


Ähnlich wie bei einer Massage wird dabei die Flüssigkeit aus den Muskeln gepumpt und der Lymphfluss wieder besser in Schwung gebracht.


Das Resultat: Der Muskelkater bleibt aus oder wird zumindest gemildert. Die Regeneration wird beschleunigt, die Müdigkeit weicht und der Muskel ist früher wieder belastbar.


Auch bei Krämpfen oder nach Zerrungen durch intensive sportliche Belastungen kann die Massagepistole laut Physio Auler zum Einsatz kommen. 


MuskelfaserrisseMuskelfaserrisse sollten immer zuerst mit einem Therapeuten besprochen werden. Eine Massagepistole sollte frühestens nach 48 Std. verwendet werden.

Stress

Der Wohlfühl-Killer Nummer 1 ist und bleibt Stress. 


Er strapaziert nicht nur unsere Nerven, sondern macht sich auch muskulär bemerkbar. Denn wenn jemand gestresst ist, dann ziehen die Nacken- und Schultermuskulatur regelrecht nach unten. 

Das führt nicht nur zu einer schlechten Haltung, sondern auch zu einem eingeschränkten Bewegungsradius, oberflächlicher Atmung,´und unterdrückter Stimme.


Die Massagepistole eignet sich in solchen Fällen dafür, die angespannten Muskeln zu lockern und dadurch den Körper wieder zu öffnen.

 

Das schnelle Pulsieren der pumpenden Massagepistole sorgt dabei für einen Vibrationseffekt, der die Entspannung zusätzlich unterstützt.


Dadurch kommt es zu einer unmittelbaren Entspannung, einer tieferen Atmung und einer selbstbewussten, starken Stimme. 




Schmerzen

Schmerzen sind ein Warnsignal des Körpers und bedürfen immer einer erhöhten Aufmerksamkeit.


Dennoch kann, abhängig von der Schmerzursache, die Anwendung einer Massagepistole sinnvoll sein. 



“Bei Schmerzen die von verkürzten, verspannten oder verkrampften Muskeln verursacht werden kann die Massagepistole unterstützend eingesetzt werden”, so Volker Auler. 


Hier kann man durch Lockerung und Lösen der Verspannungen gute Ergebnisse erzielen.

Wichtig dabei ist, immer nur die umgebende Muskulatur des Schmerzareals zu massieren. 


Unwirksam und somit ein klares No-Go ist das Massieren bei Entzündungsschmerzen.

Zusammenfassung

Ob für den Sport, bei Schmerzen, oder gegen Stress. Der Griff zur Massagepistole kann in vielen Fällen sinnvoll sein und dem Körper dabei helfen, schneller zu entspannen und regenerieren.


Voraussetzung dafür sollte aber immer ein gutes Wissen zur richtigen und vor allem sicheren Anwendung der Massagepistole sein. 


Ausreichende Informationen dazu bekommt man durch Lehrvideos im Internet, beim Physiotherapeuten, beim Sportarzt, oder direkt beim Hersteller. 


orthogun massagepistole
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