TENS für mehr Wohlbefinden bei chronischen Schmerzen

Thao Vy Duong
Thao Vy Duong

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Letzte Akutalisierung: October 19, 2025

Inhalt

    Wer selbst unter chronischen Schmerzen leidet, weiß: Es geht nicht nur um den Schmerz an sich. Es ist das ständige Begleiten, das Erschöpfen, das mentale Aufreiben. Schmerzen, die über Wochen, Monate oder sogar Jahre hinweg bestehen, können tiefe Spuren hinterlassen – körperlich wie seelisch.

    Doch es gibt Ansätze, die mehr als nur die körperliche Ebene ansprechen. Eine davon ist die TENS-Therapie, die bei richtigem Einsatz nicht nur zur Schmerzlinderung, sondern auch zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens beitragen kann. 

    Was ist die TENS-Therapie überhaupt?

    TENS steht für “Transkutane Elektrische Nervenstimulation”. Dabei werden über Elektroden, die auf der Haut angebracht werden, sanfte elektrische Impulse abgegeben. Diese Impulse reizen bestimmte Nerven und sollen so die Weiterleitung von Schmerzsignalen zum Gehirn hemmen.

    Was macht OrthoTENS/EMS so besonders?

    Das OrthoTENS/EMS-Gerät sendet sanfte elektrische Impulse durch die Haut, die die Nerven stimulieren und dabei helfen, Schmerzen zu lindern und Muskeln zu entspannen (TENS) oder zu stärken (EMS). Mit leicht verständlichen und übersichtlichen, perfekt abgestimmten Programmen für die jeweilige Beschwerde – inklusive optimaler Frequenz (Hz) und passendem Impulsprogramm – findest Du für jedes Bedürfnis die richtige Einstellung. Dank Videoanleitungen in der OrthoMechanik App und dem intuitiven Touchscreen ist die Anwendung für jede Muskelgruppe besonders einfach.

    Die Psyche leidet mit

    Chronische Schmerzen sind nicht nur ein körperliches Phänomen. Schmerzpatienten entwickeln mit der Zeit auch psychische Symptome, allen voran depressive Stimmungen.

    Und das hat Gründe:

    • Anhaltende Schmerzen führen zu Hilflosigkeitsgefühlen

    • Die soziale Teilhabe wird ggf. eingeschränkt, Isolation droht

    • Schlafmangel und Erschöpfung verstärken psychische Belastungen

    • Verlust von Kontrolle über den eigenen Körper mindert das Selbstwertgefühl

    All das kann zu einem Teufelskreis führen, in dem sich Schmerz und psychische Belastung gegenseitig verstärken. Genau hier setzt die Idee eines ganzheitlichen Schmerzmanagements an, mit TENS als möglichen Bestandteil.

    TENS und Psyche

    Auch wenn TENS primär zur Schmerzlinderung eingesetzt wird, kann es zur verbesserten Stimmung, mehr Bewegungsfreude und insgesamt besseren Lebensqualität beitragen.

    Das kann verschiedene Gründe haben:

    • Reduktion der Schmerzintensität führt zu mehr Aktivität

    • Positive Erlebnisse durch wiedergewonnene Mobilität steigern das Selbstvertrauen

    • Die Erfahrung, selbst etwas gegen den Schmerz tun zu können, gibt Kontrolle zurück

    • Entspannungsfördernde Impulse können stressreduzierend wirken

    Zwar ist TENS keine „Therapie gegen Depression“ und ersetzt keine medizinische Diagnose oder Behandlung. Doch im Zusammenspiel mit anderen Maßnahmen (etwa Physiotherapie, psychologischer Betreuung oder Medikamenten) kann sie ein wertvoller Teil sein.

    Für wen ist TENS (nicht) geeignet?

    TENS kann hilfreich sein bei:

    • Chronischen Muskel- oder Gelenkschmerzen

    • Nervenschmerzen (nach Rücksprache mit dem Arzt)

    • Schmerzen nach Operationen oder Verletzungen

    • Spannungskopfschmerzen

    Vorsicht geboten ist bei:

    • Personen mit Herzschrittmachern oder implantierten Defibrillatoren

    • Schwangerschaft (insbesondere im ersten Trimester)

    • Epilepsie (nur nach Rücksprache mit dem Arzt)

    • Offenen Wunden oder Hauterkrankungen an den Elektrodenstellen

    Ein gutes Schmerzmanagement berücksichtigt:

    • Medizinische Diagnostik und Behandlung

    • Physiotherapie und Bewegung

    • Psychologische Unterstützung

    • Je nach ärztlicher Absprache Selbsthilfemaßnahmen (wie z. B. TENS)

    Häufig gestellte Fragen (FAQ)

    • Muss ich TENS selbst bezahlen?
      Das hängt von der Diagnose und der Krankenkasse ab. In manchen Fällen kann das Gerät verschrieben und die Kosten übernommen werden.
    • Wie oft kann ich TENS anwenden?
      Bitte achte auf die Herstellerhinweise, in der Regel ist eine tägliche Anwendung möglich. Die genaue Frequenz sollte mit medizinischem Fachpersonal abgestimmt werden. 
    • Spüre ich die elektrischen Impulse?
      Es fühlt sich wie ein Kribbeln oder leichtes Pulsieren an, aber sollte niemals schmerzhaft sein.
    • Kann ich TENS zu Hause anwenden?
      Viele Geräte sind für die Heimanwendung konzipiert. Eine Einführung durch Fachpersonal ist jedoch ratsam.

    Fazit

    Chronische Schmerzen sind mehr als nur ein körperliches Leiden. Sie können das Leben in vielerlei Hinsicht belasten: emotional, sozial und psychisch. Auch wenn es kein „Wundermittel“ gibt, das alles auf einmal löst, kann TENS ein Weg sein, mehr Kontrolle, mehr Beweglichkeit und mehr Lebensqualität zurückzugewinnen. Und das kann schon eine enorme Wirkung auf Dein mentales Wohlbefinden haben.