Restless Legs Syndrom (RLS) mit einer Massagepistole behandeln

Sebastian Trimborn
Sebastian Trimborn

Autor

Sebastian Trimborn
Matteo Spier

Co-Autor

Was ist das Restless-Legs-Syndrom?

Das Restless-Legs-Syndrom betrifft weltweit Millionen von Menschen. Die ständige Unruhe in den Beinen kann den Schlaf stören und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Typische Symptome sind ein unangenehmes Kribbeln, Ziehen oder Schmerzen in den Beinen, die oft in Ruhephasen auftreten und nur durch Bewegung gelindert werden können. Betroffene suchen nach nebenwirkungsarmen Behandlungsmethoden, um die Symptome zu lindern.

Was sagt die Wissenschaft zu Massage und RLS?

Ein aktueller systematischer Review und eine Metaanalyse von Hu und Kollegen beleuchten die Effektivität und Sicherheit von Massage als Behandlungsmethode für RLS. Die Studienergebnisse zeigen, dass Massagen die Symptome von RLS effektiv reduzieren können, indem sie die Muskeln entspannen und die Durchblutung fördern.

Warum wurde diese Studie überhaupt durchgeführt?

Massage wird als eine wichtige komplementäre und alternative medizinische Intervention angesehen, besonders weil sie sicher, einfach anzuwenden und kostengünstig ist. Frühere Forschungen haben gezeigt, dass Massagen die Symptome von RLS effektiv lindern können. Menschen, die unter RLS leiden, bevorzugen oft Massage als Behandlungsoption wegen der geringen Nebenwirkungen und der entspannenden Wirkung.

Ergebnisse der Studie

Die systematische Überprüfung zeigte, dass Massagetherapie eine signifikante Linderung der RLS-Symptome bieten kann. Besonders interessant ist, dass viele Betroffene eine Vorliebe für Massage als Behandlungsoption äußern, was auf die geringen Nebenwirkungen und die beruhigende Wirkung zurückzuführen ist.

Massagepistolen: Wie funktionieren sie?

In der Studie wurde nicht explizit die Behandlung mit Massagepistolen untersucht. Jedoch sind die symptomlindernden Aspekte der Massage, wie die Durchblutungsförderung und Entspannung, auch die Wirkmechanismen von Massagepistolen wie der OrthoGun 3.0 und OrthoGo 2.0.

Funktionsweise von Massagepistolen

Massagepistolen haben eine tiefenwirksame Wirkung. Sie verwenden schnelle, pulsierende Bewegungen, um tief in das Muskelgewebe einzudringen. Dies hilft, Verspannungen zu lösen und die Durchblutung zu fördern, was bei RLS, wie wir der Studie entnehmen können, symptomlindernd wirken kann. Im Gegensatz zu traditionellen Massagetechniken kann eine Massagepistole bequem zu Hause verwendet werden und bietet eine konstante und effiziente Behandlungsmethode.

Anwendung bei RLS mit der OrthoGo 2.0 oder OrthoGun 3.0

Bei der OrthoGo 2.0 wählst du Stufe eins. Diese Stufe löst Verspannungen und fördert die Durchblutung.

Nutzt du die OrthoGun 3.0 hast du ein breiteres Spektrum. Hier kannst du mit Stufe eins starten und, wenn es dir gut tut, auf Stufe zwei erhöhen. Wähle bei beiden Pistolen einen großen Aufsatz, da große Muskelgruppen im Bein behandelt werden sollen.

Such dir eine relativ entspannte Sitzposition und starte mit der Vorderseite des Oberschenkels. Setze die Pistole auf und fahre den kompletten Oberschenkel in langen Bewegungen hoch und runter ab. Du kannst auch kreisförmige Bewegungen durchführen, in Bereichen, in denen das angenehm für dich ist. So massierst du den kompletten Oberschenkel von oben bis unten aus, auch in mehreren Durchgängen. Danach behandelst du die Rückseite des Oberschenkels. Auch hier bewegst du die Pistole den kompletten Weg hoch und runter und massierst so die gesamte Oberschenkelrückseite.

Zum Abschluss behandelst du die Wadenmuskulatur. Am bequemsten ist es, wenn du dein Bein in eine Position legst, in der du die Wadenmuskulatur den gesamten Weg von oben nach unten massieren kannst. Du kannst natürlich auch kreisförmige Bewegungen machen oder beides kombinieren, indem du die Kreise nach oben und unten bewegst.

Denke daran, bei RLS sollten beide Beine gleich behandelt werden. 

 

Quelle:

Hu S, He X, Zhang Y, et al. Effectiveness and safety of massage in the treatment of restless legs syndrome: A protocol for systematic review and meta analysis. Medicine (Baltimore). 2020;99(48):e23239. doi:10.1097/MD.0000000000023239