Rückenschmerzen nach dem Golfen: Die besten Übungen & Tipps

Thao Vy Duong
Thao Vy Duong

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Letzte Akutalisierung: August 10, 2026

Inhalt

    Du kennst das vielleicht: Die Golfrunde war erfolgreich, die Schläge fühlten sich gut an, doch einige Stunden später oder am nächsten Morgen macht sich der Rücken bemerkbar. Rückenschmerzen nach dem Golfen gehören zu den häufigsten Beschwerden.

    Der Grund liegt häufig in der besonderen Belastung des Körpers. Beim Golfschwung wirken Rotationskräfte auf die Wirbelsäule, insbesondere auf die Lendenwirbelsäule. Gleichzeitig werden bestimmte Muskelgruppen wiederholt beansprucht, während andere Bewegungsmuster oft zu kurz kommen. Dadurch können muskuläre Verspannungen, Bewegungseinschränkungen und ein erhöhter Muskeltonus entstehen. 

    Wichtig zu wissen: Rückenschmerzen können unterschiedliche Ursachen haben. Die folgenden Übungen und Tipps dienen der allgemeinen Beweglichkeitsförderung. Sie ersetzen keine medizinische Diagnose oder Behandlung. Bei starken, anhaltenden oder ausstrahlenden Beschwerden solltest Du ärztlichen Rat einholen.

    Die einseitige Rotationsbelastung beim Golf verstehen

    Ein Golfschwung ist eine hochkomplexe Bewegungskette. Dabei rotieren Schultern, Brustwirbelsäule, Hüfte und Becken in koordinierter Weise.

    Problematisch wird es häufig, wenn:

    • die Hüftbeweglichkeit eingeschränkt ist
    • die Brustwirbelsäule nicht ausreichend rotiert
    • die Lendenwirbelsäule Bewegungen kompensieren muss
    • muskuläre Dysbalancen bestehen
    • die Regeneration vernachlässigt wird

    Kann die Hüfte nicht genügend rotieren, übernimmt oft die Lendenwirbelsäule zusätzliche Bewegungsarbeit. Das kann zu einer erhöhten Belastung der umliegenden Muskulatur führen und Beschwerden begünstigen.

    Warum die Hüfte eine Schlüsselrolle spielt

    Viele Golfer konzentrieren sich bei Beschwerden ausschließlich auf den Rücken. Tatsächlich liegt die Ursache jedoch häufig tiefer: nämlich in einer eingeschränkten Hüftbeweglichkeit.

    Eine bewegliche Hüfte kann:

    • Rotationskräfte besser aufnehmen
    • die Wirbelsäule entlasten
    • die Schwungtechnik unterstützen
    • die Belastung gleichmäßiger verteilen

    Deshalb sollten Golf Dehnübungen nicht nur den Rücken, sondern immer auch die Hüfte einbeziehen.

    Muskeltonus senken nach dem Golfen

    Ein erhöhter Muskeltonus ist nach intensiven Golfrunden nicht ungewöhnlich. Wer den Muskeltonus senken möchte, sollte auf eine Kombination aus Bewegung, Entspannung und ausreichender Regeneration setzen.

    Hilfreich können sein:

    • lockeres Gehen nach der Runde
    • gezielte Dehnübungen
    • ausreichend Flüssigkeitszufuhr
    • Schlaf und Erholung
    • leichte Mobilisationsübungen

    Wichtig: Intensives Dehnen sollte immer schmerzfrei erfolgen. Ein leichter Dehnreiz ist ausreichend.

    Die besten Dehn- und Mobilisationsübungen nach dem Golfen

    1. Hüftbeuger-Dehnung

    Der Hüftbeuger neigt bei vielen Menschen zur Verkürzung, insbesondere bei langem Sitzen.

    So geht's:

    1. Gehe in einen Ausfallschritt
    2. Das hintere Knie liegt auf dem Boden
    3. Schiebe das Becken langsam nach vorne
    4. Halte die Position 30 bis 45 Sekunden
    5. Seitenwechsel

    Nutzen:

    • Öffnet die Hüfte
    • Fördert die Beckenbeweglichkeit
    • Kann die Belastung der Lendenwirbelsäule reduzieren

    2. Rotationsmobilisation der Brustwirbelsäule

    Eine bewegliche Brustwirbelsäule hilft dabei, Rotationskräfte besser zu verteilen.

    So geht's:

    1. Lege Dich auf die Seite
    2. Knie sind leicht angewinkelt
    3. Strecke beide Arme nach vorne
    4. Öffne den oberen Arm langsam zur Gegenseite
    5. Folge der Bewegung mit dem Blick
    6. 8 bis 10 Wiederholungen pro Seite.

    Nutzen:

    • Kann die Rotationsfähigkeit verbessern
    • Entlastet die Lendenwirbelsäule
    • Unterstützt einen effizienteren Golfschwung

    3. Knie-zur-Brust-Mobilisation

    Eine einfache Übung zur Entspannung des unteren Rückens.

    So geht's:

    1. Lege Dich auf den Rücken
    2. Ziehe ein Knie zur Brust
    3. Halte die Position 20 bis 30 Sekunden
    4. Danach beide Knie gleichzeitig heranziehen

    Nutzen:

    • Fördert die Beweglichkeit im unteren Rücken
    • Kann verspannte Muskulatur lockern
    • Unterstützt die Regeneration nach dem Golfen

    4. Piriformis-Dehnung

    Die Gesäßmuskulatur spielt bei Rotationsbewegungen eine wichtige Rolle.

    So geht's:

    1. Lege Dich auf den Rücken
    2. Lege einen Knöchel auf das gegenüberliegende Knie
    3. Ziehe das Standbein langsam zur Brust
    4. 30 bis 45 Sekunden pro Seite halten

    Nutzen:

    • Entlastet Hüfte und Gesäß
    • Verbessert die Beweglichkeit
    • Kann Spannung im unteren Rücken reduzieren

    5. Cat-Cow Mobilisation

    Eine bewährte Übung für die gesamte Wirbelsäule.

    So geht's:

    1. Gehe in den Vierfüßlerstand
    2. Runde den Rücken langsam
    3. Anschließend ins Hohlkreuz bewegen
    4. Die Bewegung kontrolliert ausführen
    5. 10 bis 15 Wiederholungen

    Nutzen:

    • Mobilisiert die Wirbelsäule
    • Fördert die Durchblutung
    • Unterstützt die aktive Regeneration

    Tipps zur Regeneration nach dem Golfen

    Direkt nach der Runde

    • 5 bis 10 Minuten locker gehen
    • leichte Mobilisationsübungen durchführen
    • ausreichend trinken
    • längeres Sitzen vermeiden

    Am Abend

    • Wärme kann bei muskulären Verspannungen als angenehm empfunden werden
    • leichte Dehnübungen einbauen
    • auf ausreichenden Schlaf achten

    Am Folgetag

    • aktive Bewegung statt vollständiger Inaktivität
    • Spaziergänge
    • moderates Mobilitätstraining

    Zusätzlich zu Bewegung und Dehnung können bestimmte Hilfsmittel die Regeneration unterstützen. Sie ersetzen keine medizinische Behandlung, können jedoch im Rahmen eines ganzheitlichen Regenerationskonzepts sinnvoll sein.

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    So beugst Du Rückenschmerzen beim Golfen langfristig vor

    Die beste Strategie besteht darin, Beschwerden gar nicht erst entstehen zu lassen. Empfehlenswerte Maßnahmen sind:

    1. Regelmäßiges Mobilitätstraining
    2. Kräftigung der Rumpfmuskulatur
    3. Hüftbeweglichkeit verbessern
    4. Aufwärmen vor der Golfrunde
    5. Regeneration bewusst einplanen

    Häufige gestellte Fragen (FAQ)

    Warum bekomme ich nach dem Golfen Rückenschmerzen?
    Häufig spielen Rotationsbelastungen, eingeschränkte Hüftbeweglichkeit, muskuläre Verspannungen oder Bewegungsmangel außerhalb des Sports eine Rolle. Hole Dir bitte bein anhaltenden oder starken Beschwerden ärztlichen Rat ein.

    Welche Dehnübungen sind besonders sinnvoll?
    Helfen können beispielsweise Hüftbeuger-Dehnungen, Rotationsmobilisationen der Brustwirbelsäule, Piriformis-Dehnungen und Mobilisationsübungen für die Wirbelsäule.

    Wie lange sollte die Regeneration nach dem Golfen dauern?
    Das hängt von Trainingsumfang, Alter, Belastung und individueller Fitness ab. Ausreichender Schlaf, Bewegung und Mobilisation können die Erholung unterstützen.

    Kann eine Massage bei Rückenschmerzen nach dem Golfen helfen?
    V
    iele Menschen empfinden Massagen als angenehm und entspannend. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden sollte jedoch die Ursache abgeklärt werden.

    Fazit

    Rückenschmerzen Golfen entstehen häufig durch die einseitige Rotationsbelastung des Golfschwungs. Besonders die Hüfte und die Brustwirbelsäule spielen dabei eine entscheidende Rolle. 

    Durch gezielte Dehnübungen, regelmäßige Mobilisation und eine bewusste Regeneration kannst Du die Beweglichkeit fördern und die Belastung der Lendenwirbelsäule reduzieren. Wer zusätzlich Maßnahmen nutzt, um den Muskeltonus zu senken, schafft gute Voraussetzungen für mehr Wohlbefinden und einen entspannten Start in die nächste Runde.