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Du wachst morgens auf und spürst schon beim Gedanken an den Arbeitstag ein unangenehmes Ziehen im Magen? Nicht wegen zu viel Stress, sondern weil Du genau weißt: Dich erwartet wieder ein Tag ohne Herausforderung, ohne Sinn, ohne echtes Tun. Wenn das regelmäßig passiert, könnte es sein, dass Du unter Boreout leidest.
Während Burnout durch Überforderung und Dauerstress entsteht, ist Boreout das Resultat von chronischer Unterforderung. Klingt harmlos? Ist es leider ganz und gar nicht. Denn auch ständige Langeweile und fehlende Anerkennung im Job können auf Dauer krank machen – körperlich wie psychisch.
In diesem Artikel schauen wir uns genau an:
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Was Boreout ist und wie er sich äußert
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Welche Unterschiede es zum Burnout gibt
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Welche Folgen Unterforderung für Körper und Geist haben kann
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Was Du konkret gegen Boreout tun kannst
Was ist Boreout überhaupt?
Der Begriff Boreout beschreibt einen Zustand der anhaltenden Unterforderung am Arbeitsplatz, sowohl inhaltlich als auch emotional. Betroffene fühlen sich nicht gebraucht, nicht gefordert und oft sogar überflüssig.
Typische Merkmale eines Boreouts:
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Langeweile bei der Arbeit
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Fehlende Sinnhaftigkeit der Aufgaben
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Innere Leere, Antriebslosigkeit
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Vermeidungsverhalten, wie z. B. häufiges Surfen im Internet, künstliches Verlängern von Aufgaben
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Erschöpfung trotz geringer Arbeitsbelastung
Boreout vs. Burnout: Wo liegt der Unterschied?
Auch wenn sich einige Symptome ähneln, ist die Ursache grundverschieden. Das macht den Unterschied zwischen Boreout und Burnout so wichtig zu verstehen:
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Burnout |
Boreout |
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Entsteht durch Überforderung |
Entsteht durch Unterforderung |
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Häufig bei Menschen mit hoher Belastung |
Häufig bei Menschen mit zu wenig Herausforderung |
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Symptome: Stress, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit |
Symptome: Langeweile, Frust, Antriebslosigkeit |
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Resultat: Erschöpfung durch „Zu viel“ |
Resultat: Erschöpfung durch „Zu wenig“ |
Beide Zustände können gravierende Folgen für Körper und Geist haben, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Daher ist eine fachliche Diagnose und Behandlung wichtig.
Boreout-Symptome: Wenn Langeweile krank macht
Die Symptome eines Boreouts können sehr individuell sein. Dennoch gibt es typische Anzeichen, die Du ernst nehmen solltest:
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Chronische Müdigkeit und Erschöpfung
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Antriebslosigkeit, auch im Privatleben
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Innere Unruhe oder Gereiztheit
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Körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Magenprobleme
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Depressive Verstimmungen oder Ängste
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Gefühl von Nutzlosigkeit oder Leere
Wichtig: Diese Symptome entwickeln sich oft schleichend. Viele Betroffene merken erst spät, dass ihre Beschwerden aus einer anhaltenden Unterforderung im Arbeitsumfeld resultieren.
Folgen für Körper und Geist
Langfristiger Boreout ist kein bloßes Stimmungstief, sondern kann schwerwiegende Auswirkungen haben:
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Psychische Folgen: Ängste, depressive Episoden, Selbstzweifel, sozialer Rückzug
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Körperliche Folgen: Muskelverspannungen, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Schlafstörungen
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Verhaltensänderungen: Zunehmendes Desinteresse, Zynismus, Leistungssimulation
Boreout kann sich auch auf die Haltung und das Bewegungsverhalten auswirken. Wer stundenlang „untätig“ am Schreibtisch sitzt und dabei noch unter Spannung leidet, entwickelt schnell muskuläre Probleme, insbesondere im Nacken- und Rückenbereich.
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Was kannst Du bei Boreout tun?
Die gute Nachricht: Du bist dem Boreout nicht hilflos ausgeliefert. Es gibt Strategien, mit denen Du gegensteuern kannst, sowohl mental als auch körperlich.
1. Selbstreflexion
Mach Dir bewusst, was genau Dich unterfordert. Welche Tätigkeiten fehlen Dir? Was würdest Du gern mehr machen? Die ehrliche Auseinandersetzung mit Deiner Arbeitssituation ist der erste Schritt zur Veränderung.
2. Das Gespräch suchen
Sprich mit Vorgesetzten über Deine Wahrnehmung. Vielleicht gibt es neue Projekte oder Verantwortlichkeiten, die besser zu Deinen Fähigkeiten passen.
3. Eigeninitiative zeigen
Wenn möglich, suche Dir eigenständig Aufgaben oder bilde Dich weiter. Je aktiver Du wirst, desto mehr Kontrolle bekommst Du zurück.
4. Tagesstruktur schaffen
Plane Deinen Tag sinnvoll, auch bei geringer Auslastung. Setze Dir feste Zeiten für Aufgaben und Pausen.
5. Körperlich gegensteuern
Mentale Anspannung und Langeweile zeigen sich oft auch körperlich. Deshalb ist es wichtig, den Körper regelmäßig zu aktivieren und Verspannungen zu lösen.
So bleibst Du langfristig in Balance
Du kannst viel tun, um Boreout vorzubeugen, auch wenn Du Deinen Job nicht sofort wechseln willst oder kannst. Hier ein paar Tipps:
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Bewege Dich regelmäßig, besonders bei sitzender Tätigkeit
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Fördere soziale Kontakte im Arbeitsumfeld
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Suche Dir Herausforderungen, beruflich oder privat
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Lerne Neues, um geistig aktiv zu bleiben
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Grenze Dich bewusst ab, wenn Du innerlich aussteigst
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
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Ist Boreout offiziell eine Krankheit?
Nein, Boreout ist (noch) keine offiziell anerkannte psychische Erkrankung, wird aber in der Psychologie und Arbeitsmedizin ernst genommen, da die Symptome real und behandlungsbedürftig sein können. -
Kann Boreout zu Depressionen führen?
Langfristige Unterforderung und Sinnverlust können depressive Verstimmungen begünstigen, wenn keine Gegenmaßnahmen getroffen werden. -
Was tun, wenn mein Arbeitgeber nichts ändert?
Dann hilft es, sich extern beraten zu lassen, z. B. durch einen Coach oder Therapeuten oder sich nach neuen beruflichen Perspektiven umzuschauen.
Fazit
Boreout ist mehr als nur „nicht ausgelastet sein“. Es ist ein Zustand, der auf Dauer zermürbt und Körper wie Geist angreift. Doch Du kannst aktiv werden, mit mehr Selbstverantwortung, gezielter Kommunikation und der richtigen Unterstützung.


