Sebastian Trimborn beim Atlas Mountain Race

Thao Vy Duong
Thao Vy Duong

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Letzte Akutalisierung: May 13, 2026

Inhalt

    Wer sich für Ultracycling-Rennen interessiert, kommt am Atlas Mountain Race kaum vorbei. Vielleicht hast Du Dich auch schon einmal gefragt, wie es wäre, mehrere Tage am Stück auf dem Rad zu sitzen. Abgelegene Gebirgslandschaften, über staubige Pisten und durch eiskalte Nächte. Genau das erwartet die Teilnehmer dieses legendären Rennens durch Marokko: über 1.300 Kilometer Strecke, zehntausende Höhenmeter, extreme Temperaturunterschiede und vollständige Eigenversorgung.

    Sebastian Trimborn (“Basti”) hat diese Herausforderung selbst erlebt. In seinem Atlas Mountain Race Erfahrungsbericht wird deutlich, wie viel Vorbereitung hinter einem solchen Abenteuer steckt, welche unerwarteten Herausforderungen unterwegs auftreten können und warum gutes Selbstmanagement im Ultracycling über Erfolg oder Ausstieg entscheiden kann. 

    Der folgende Einblick nimmt Dich mit hinter die Kulissen dieses außergewöhnlichen Rennens: von Bastis Vorbereitung über entscheidende Rennmomente bis hin zu den körperlichen Belastungen, die ein Ultracycling-Rennen dieser Größenordnung mit sich bringt. 

    Vorbereitung auf das Atlas Mountain Race

    Das Atlas Mountain Race gehört zu den sogenannten Self-Supported Bikepacking Rennen. Das bedeutet: keine Begleitfahrzeuge, keine externe Hilfe. Fahrer müssen ihre Ausrüstung, Ernährung und Navigation selbst organisieren.

    Für Basti bedeutete das eine langfristige Vorbereitung mit strukturiertem Training. Wochenumfänge zwischen 15 und 25 Stunden sind im Ultracycling keine Seltenheit. Entscheidend sind dabei nicht nur Wattwerte und Ausdauer, sondern auch:

    • Schlafmanagement

    • Ernährungsstrategie

    • Materialwahl

    • mentale Belastbarkeit

    Basti beschreibt die taktische Herangehensweise so:

    „Ich war wirklich in meiner Pace, mit dem, was ich mit meinen Trainern abgesprochen hatte. Es lief von Anfang an richtig gut.“

    Im Gegensatz zu früheren Ultracycling-Strategien, bei denen extreme Schlafreduktion als Erfolgsfaktor galt, setzen viele Athleten heute auf kontrollierte Regeneration. Basti plante bewusst etwa vier Stunden Schlaf pro Nacht, um über mehrere Tage leistungsfähig zu bleiben.

    Der Start: Regen, Kälte und ein schneller Rennbeginn

    Kurz vor dem Start wurde das Rennen wegen angekündigter Wetterextreme sogar vorgezogen. In den Bergen wurden Temperaturen von bis zu –7 °C erwartet. Schon wenige Minuten nach dem Start setzte Regen ein. Gleichzeitig begann ein hohes Anfangstempo im Feld. Einige Fahrer starteten aggressiv, andere versuchten ein nachhaltigeres Pacing. Basti entschied sich bewusst für Kontrolle statt Überpacen: 

    „Man hat relativ schnell gemerkt, wer überpaced und wer sein Tempo konstant hält. Ich konnte mein eigenes Tempo fahren und mich langsam nach vorne arbeiten.“

    Diese Strategie zahlte sich zunächst aus. Im Laufe der ersten Stunden arbeitete er sich kontinuierlich nach vorne.

    Gefrorene Straßen & ein Sturz bei Minusgraden

    Eine der dramatischsten Situationen ereignete sich in der ersten Nacht. In den Bergen waren Straßen teilweise vereist. Bei der Überquerung eines Gebirgsbachs übersah Basti eine Eisschicht.

    „Ich habe auf der Eisschicht gebremst und bin komplett mit der ganzen Seite in diesen Bach reingeflogen bei –7 Grad. Die Kassette war gefroren und mein Schaltgriff ließ sich nicht mehr drücken.“

    Das Problem: In dieser Höhe und Temperatur gefriert nasse Ausrüstung innerhalb weniger Minuten. Handschuhe, Schuhe und Teile des Fahrrads wurden zu Eis. Zusätzlich fror die elektronische Schaltung ein. Er musste einen langen Anstieg im schwersten Gang fahren – mit enormem Kraftaufwand.

    Trotz dieser Schwierigkeiten gelang es Basti, sich im Feld weiter nach vorne zu arbeiten und zeitweise die Führung übernehmen. In solchen Situationen beobachten viele Athleten ihre direkten Konkurrenten genau, um deren Tempo, Fahrweise und mögliche Schwächen besser einschätzen zu können.

    Gerade in einem Ultracycling-Rennen können solche Momente wichtig sein. Wer andere Fahrer aufmerksam beobachtet, bekommt ein Gefühl dafür, wie konstant sie unterwegs sind und wie sich das Rennen taktisch entwickeln könnte.

    Wüste, Hitze & Überhitzung

    Nach den ersten Bergen folgte ein Abschnitt durch die marokkanische Wüste, etwa 100 Kilometer ohne Versorgungsmöglichkeiten. Hier trat ein ganz anderes Problem auf: Hitze. Basti hatte seine Jacke zu lange getragen und überhitzte.

    „Ich habe mich einfach in eine Lehmbütte gelegt, um die Kerntemperatur runterzukriegen.“

    Kurze Pausen können in solchen Situationen sinnvoll sein. Denn eine Überhitzung kann zu Leistungsabfall, Dehydrierung oder im Extremfall zu gesundheitlichen Risiken führen.

    Atemprobleme durch Sand und Wind

    Der kritischste Moment des Rennens kam später. Bei starkem Wüstenwind atmete Basti große Mengen Staub und Sand ein. Basti konnte nur noch eingeschränkt einatmen. Die Symptome deuteten auf eine akute Reizung der Atemwege hin. In solchen Situationen kann es zu Atemnot, Hyperventilation oder Belastungsintoleranz kommen.

    „Wenn ich mehr Leistung fahren wollte, hatte ich sofort keinen Sauerstoff mehr. Ich wollte kein Gesundheitsrisiko eingehen.“

    Das war ein deutliches Warnsignal vom Körper aus. Basti reduzierte deshalb konsequent das Tempo. Diese Entscheidung ist im Ultracycling entscheidend: Denn Sicherheit und Selbstbeobachtung stehen an erster Stelle.

    Schlafen neben Straßenhunden & improvisierte Versorgung

    Bikepacking in Marokko bedeutet auch ein hohes Maß an Improvisation. Schlafplätze entstehen häufig spontan, zum Beispiel am Straßenrand, hinter Mauern oder an windgeschützten Stellen entlang der Strecke. Eine besonders ungewöhnliche Situation schildert Basti so:

    „Ich habe mich hingelegt und irgendwann gemerkt, dass mehrere Straßenhunde ganz nah um mich herum waren. Die haben geschnüffelt und gebellt, aber ich habe mich einfach nicht bewegt.“

    Nach einigen Minuten zogen die Hunde wieder weiter, und Basti konnte weiter schlafen. Auch die Versorgung unterwegs erfordert Flexibilität. In kleinen Shops entlang der Strecke half Basti sich mit vorbereiteten Kommunikationskarten, auf denen Lebensmittel und Produkte mit Bildern dargestellt waren. So ließ er sich trotz Sprachbarrieren relativ schnell erklären, was er für die weitere Etappe benötigte.

    Weiterfahren trotz Atemproblemen

    Nach vier Stunden Schlaf verbesserte sich Bastis Zustand zunächst etwas. In der Nacht konnte er zeitweise wieder freier atmen und den Schleim aus den Atemwegen abhusten. Dadurch gelang es ihm stellenweise sogar, wieder etwas Druck auf die Pedale zu bringen. Doch sobald die Belastung anstieg, kehrten die Atemprobleme zurück. Besonders an steilen Anstiegen war an intensives Fahren kaum noch zu denken. Viele der letzten großen Berge musste Basti deshalb schieben oder komplett zu Fuß bewältigen.

    Insgesamt legte er während des Rennens schätzungsweise 150 bis 200 Kilometer zu Fuß zurück – eine enorme zusätzliche Belastung für Muskulatur und Gelenke. Trotz dieser Einschränkungen entschied er sich bewusst gegen einen Rennabbruch. Für ihn stand fest, dass er das Rennen zu Ende bringen wollte.

    Die letzten Kilometer ins Ziel

    Mit reduziertem Tempo, regelmäßigen Pausen und einer vorsichtigen Belastungssteuerung kämpfte sich Basti weiter über die letzten Berge der Strecke. 

    Trotz der gesundheitlichen Probleme blieb sein Grundtempo lange stabil genug, um weiterhin im vorderen Feld zu bleiben. Schließlich erreichte er nach mehreren Tagen im Sattel das Ziel. Bemerkenswert ist dabei vor allem eines: Trotz Atemproblemen, zahlreicher Gehpassagen und extremer Bedingungen belegte Basti am Ende Platz sechs:

    „Als ich ins Ziel kam, war ich einfach nur unfassbar happy, angekommen zu sein.“

    Regeneration nach dem Ultracycling

    Mehrtägige Belastungen führen zu Muskelermüdung, Verspannungen und Durchblutungsproblemen. Nach dem Rennen konnte sich Basti auf OrthoMechanik verlassen. Er nutzte die Massagepistole für die Beinmuskulatur, das Sonic gegen eingeschlafene Finger und gereizte Nerven sowie das OrthoMechanik Leg zur weiteren Erholung. Gerade nach langen Bikepacking-Etappen können unterstützende Maßnahmen sinnvoll sein. 

    Massagepistole

    Präzision trifft Flexibilität: Die OrthoMechanik 4.0 Flex ist die erste Massagepistole, bei der Du nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die Massagetiefe individuell zwischen 8 und 12 mm einstellen kannst. Ob sanfte Regeneration oder intensive Tiefengewebsmassage – Du hast die volle Kontrolle. Dank der intelligenten App-Anbindung über Bluetooth lassen sich Geschwindigkeit und Amplitude sogar automatisch steuern, während Dich gezielte Programme sicher durch die Anwendung führen. Für maximale Sicherheit sorgt die integrierte Druckanzeige, die Dir optisches Feedback über die Intensität gibt. Mit 8 spezialisierten Aufsätzen, dem modernen USB-C Anschluss für unkompliziertes Laden ohne Kabelsalat ist sie das ultimative Tool für Deine Muskulatur.

    Schallwellengerät

    Das OrthoMechanik Sonic überzeugt durch hochfrequente Vibrationen statt starker Stöße. Ob empfindliche Körperstellen oder tiefer liegende Verspannungen: Mit einer Auswahl an 5 austauschbaren Aufsätzen lässt sich jede Muskelgruppe gezielt und individuell behandeln. Sie arbeitet angenehm leise und erreicht bis zu 7.000 Vibrationen pro Minute, verteilt auf 5 Intensitätsstufen. Jede Stufe ist dabei auf ein spezifisches Anwendungsziel abgestimmt.

    Dank einfacher Handhabung, kompaktem Design und einer Akkulaufzeit von bis zu 4 Stunden ist das OrthoMechanik Sonic ein flexibler und mobiler Begleiter – ideal für den Alltag. Wer nach einer sanften, aber effektiven Alternative zur klassischen Massagepistole sucht, findet mit dem OrthoMechanik Sonic eine durchdachte und vielseitige Lösung.

    Beinmassagegerät

    Das OrthoMechanik Leg Pro 2 Beinmassagegerät wurde speziell für den Alltag und Heimgebrauch entwickelt, mit einem Fokus auf einfache Bedienung und Flexibilität. Die Kompressionsmanschetten verbinden Luftdruck und angenehme Vibration, um beanspruchte Beine gezielt zu entlasten. 

    Besonders vorteilhaft sind:

    • der Akku-Betrieb: Kein Kabelsalat, einfach flexibel einsetzbar

    • die zuschaltbare Vibration: Zusätzliche Durchblutungsförderung und Lockerung

    • die verschiedenen Druckstufen: 5 Stufen für individuelle Anpassung

    • der Klettverschluss: Ermöglicht ein schnelles und unkompliziertes Anlegen

    • die Auswahlmöglichkeit: Direkt als Set für beide Beine erhältlich oder einzeln (perfekt zum Einstieg oder Sparen)

    Hinweis: Solche Massagegeräte ersetzen keine medizinische Behandlung, können aber im Rahmen der Regeneration unterstützend eingesetzt werden.

    Häufig gestellte Fragen (FAQ)

    • Wie lang ist das Atlas Mountain Race?
      Die Strecke beträgt etwa 1.300 bis 1.400 Kilometer mit rund 20.000 Höhenmetern.
    • Was bedeutet Self-Supported Bikepacking?
      Fahrer dürfen keine externe Unterstützung erhalten. Die Versorgung erfolgt ausschließlich über öffentlich zugängliche Infrastruktur.
    • Wie lange dauert das Rennen?
      Topfahrer benötigen etwa vier bis fünf Tage. Viele Teilnehmer sind deutlich länger unterwegs.
    • Ist Bikepacking gefährlich?
      Mit guter Vorbereitung gilt es als relativ sicher. Dennoch sind Wetterextreme, Navigation und Selbstversorgung wichtige Faktoren.

    Fazit

    Sebastian Trimborns Erfahrung verdeutlicht eindrucksvoll, was das Atlas Mountain Race so besonders macht. Es ist kein klassisches Radrennen, sondern vielmehr eine Kombination aus

    • enormer Ausdauerleistung

    • mentaler Stärke

    • konsequenter Selbstorganisation

    • und der Fähigkeit, Risiken realistisch einzuschätzen.

    Dass Basti unter diesen Umständen nicht aufgegeben hat und das Rennen trotz gesundheitlicher Probleme unter den besten Fahrern beenden konnte, macht seine Leistung umso bemerkenswerter. Viele Athleten hätten in einer solchen Situation vermutlich frühzeitig abgebrochen.

    Sein Atlas Mountain Race Erfahrungsbericht zeigt eindrucksvoll, wie viel mentale Stärke, Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen im Ultracycling gefragt sind. Besonders dann, wenn ein Rennen nicht nach Plan läuft.

    An dieser Stelle bleibt nur zu sagen: Herzlichen Glückwunsch zu dieser außergewöhnlichen Leistung und vielen Dank für den offenen Einblick in dieses Rennen. Wir sind gespannt auf die nächsten Rennabenteuer und wünschen Dir weiterhin viel Erfolg, starke Beine und vor allem eine gesunde und sichere Fahrt!